Posts mit dem Label Essen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Essen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 17. April 2010

The Peak

Lohnenswert in Hongkong ist eine Fahrt mit dem Bus zum Peak (mehr in englisch) und deswegen haben wir das natürlich auch gemacht.
Oben angekommen sieht man den Peak-Tower

Und noch etwas weiter oben ist die Spitze.

Da gibt es auch Wanderwege hin, aber das Wetter sah doch eher bedrohlich regnerisch aus, und der Wanderweg hätte 45 min gedauert, das Spiel war uns etwas zu riskant.
Dementsprechend war auch die Aussichg ein wenig getrübt.

Wir haben dann erst mal etwas gegessen und dann wars auch schon dunkel (und immer noch sehr regnerisch)

Runtergefahren sind wir mit der Peak Tram (wieder viel mehr auf englisch)

und mussten uns dann von Dachvorsprung zu Dachvorsprung hechten, denn es regnete aus allen Öffnungen, die der Himmel so übrig hatten. Als wir dann halbwegs zentral ankamen beruhigte sich das Wetter etwas, es war 8 und wir konnten die Lasershow oder zumindest Teile davon von Hongkong-Island aus sehen.

Danach sind wir zum Pier
Denn eine Fahrt mit der Fähre ist Pflicht in Hongkong.

Danach sind wir noch eine Weile durch Kowloon gewandert auf der Suche nach einem Sushi-Laden. Wir haben mal wieder eine Menge nette Sachen gesehen, zum Beispiel dieses Hotel, aber ein Sushi-Laden wollte sich einfach nicht auftun.
Kurz vor der Verzweiflung in der hintersten Gasse haben wir doch noch einen gefunden. Der war so exclusiv, dass wir den Eingang ewig nicht gefunden haben. Um ehrlich zu sein, haben die Preise uns auch fast die Tränen in die Augengetrieben: ich habe für 30 €uro 5 super leckere Stückchen Sushi und eine Miso-Suppe gegessen. Aber es war echt lecker und es wurde auch nichts verschwendet: Garnelenköpfe schmecken kross frittiert wirklich interessant!

Dienstag, 2. Februar 2010

Sweet Angelica Chicken

Ich wurde jetzt schon mehrfach angesprochen, dass hier ja gar nix mehr passiert. Mit "ich bin ja jetzt auch wieder hier" läßt sich das gut begründen, und tatsächlich darf der Freizeitstreß bedingt als Ausrede herhalten. Trotzdem hatte ich mir ja auch für mich selber vorgenommen, über alles fertig zu berichten, aber ich komme einfach bei den Fotos von Hongkong nicht weiter. Deswegen gibt es heute ein kleines Zwischengericht :)

Anfang September waren wir zu einem "All you can eat" der gehobeneren Klasse. Im Jogaya in der Starhill Gallery in KL gibt es regelmäßig ein großes Buffet für das man besser reservieren sollte. Mit ca 20 Euro liegt man für malaysische Verhältnisse im höherpreisigen Bereich. Das Restaurant war relativ groß und ich habe noch nie so ein großes abwechslungsreiches Buffet gegessen. Als Sushi-Liebhaber war ich bei Anblick des riesigen Sushi & Sashimi Buffets natürlich im siebten Himmel, auch wenn der eigene Teller übersichtlich aussah. Die absolut frische Kokosmilch hab ich mir allerdings geklemmt - ich mag einfach kein Kokos.

Warum das ganze allerdings ein Blog-Eintrag Wert ist:

Als Namensvetterin dieses Huhnes musste ich es unbedingt ausprobieren, und so schlimm sah es ja auch gar nicht aus:

Allerdings stellte sich dieses schöne glasig rote Etwas als Hühnerfüße raus - eine Delikatesse, die irgendwie gar nicht geht für mich :(

Ich habe jetzt natürlich nicht alles fotografiert, aber wir haben dann noch recht viel anderes Zeug gegessen, und vor allem auch das Dessert war eine leckere Sünde.

Aber eins muss noch, nämlich die Klodeko:

Ein Fisch im Bierglas :)

Dienstag, 15. Dezember 2009

Auf Regen folgt Sonnenschein

Und an diese Regel hat sich das Wetter auf Langkawi auch gehalten, und so sind wir ganz dem Plan der Entspannung folgend zum Kaffee direkt an den Strand gegangen.

Das heißt ich habe mich entweder im Wasser oder im Schatten versteckt. Und da es im Wasser 1. salzig und 2. nicht gaaaanz so sauber wie erhofft/gewünscht war, wurde im Pool ausgeplanscht.
Danach waren wir hungrig und haben uns direkt auf der anderen Straßenseite in ein schönes open air Restaurant gesetzt.

Und da gabs ganz lecker Steamboat - sogar zweigeteilt.
Ich würde es als fettarme Variante des Fondues beschreiben - Man kriegt eine Menge rohe Zutaten die man in die Brühe der Wahl schmeißen kann (ich mag die scharfe TomYum-Version) und dann durchgaren. Sehr lecker.

Nach Sonne auf dem Bauch, und lecker Essen im Bauch wollten wir uns dem Sightseeing zuwenden, also ab zur Bergstation vom Cable Car zur Sky Bridge mit angekündigt faszinierender Aussicht auf die Insel.
Aber dummerweise kommt nach Sonnenschein leider manchmal zu schnell auch wieder:

Regen :(
Und so hatten wir weder eine Aussicht von unten auf den Berg, noch eine Chance mit der Seilbahn zu fahren. Wir haben uns für Touristenshopping, noch einen Kaffee und einw enig rumbummeln entschieden.

WIr haben dann versucht an der anderen Seite der Insel mehr Glück zu haben, aber davon erzähl ich das nächste mal :)

Sonntag, 15. November 2009

Weiß ja weiß ...

... ist ziemlich viel in Singapur. Ja ich weiss, das ist ziemlich lahm als Überschrift, aber eine bessere Kategorie für die zwei nachfolgenden Dinge ist mir nicht eingefallen.

Das Erste ist das Raffles-Hotel - Pflichtprogramm für jeden Singapur-Tourist, zumindest zum mal angucken, drin wohnen kostet ca 20 Cent mehr als ich normal ausgebe ;) Is aber auch wirklich schön dort ... wenn ich einmal reich bin *träum*

Und durch diese Gänge zu schlendern macht Spaß

Übrigens wurde dort der Singapore Sling erfunden, aber wir haben die Innenhof-Bar nur fotografiert, zum Ausprobieren war keine Zeit.

Das zweite wunderschöne Gebäude ist dieses hier:

Nein, es ist nicht die (auch weiße, aber irgendwie nicht fotografierte) St. Andrew's Kathedrale. Auch wenn es von Innen den gleichen Anschein macht wie von außen:

Habt ihr die Spiegelung bemerkt? Toll, oder? In der Glasscheibe, die den Zugang zum Kirchenraum versperrte, spiegelte sich die wunderschönen Bleiglasfenster - ich mag die Aufnahme :)
Aber auch meine Aufnahme der Fassade verrät nicht, worum es sich eigentlich handelt. Laut Wikipedia
ist der historische Komplex ein beliebter Treffpunkt mit einer Vielzahl von Restaurants und Bars und einer Atmosphäre ähnlich dem Covent Garden in London
Im Chijmes haben wir dann auch genau das getan - Atmosphäre genossen und ein Restaurant besucht. Und weil mal jemand, den ich gut kenne, sagte, daß beste Sushi seines Lebens hätte er in Singapur gehabt, gab es eine Bento-Box mit leckerem Sushi und sonst noch Zeugs:

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Mahlzeit

Nach all den Tempeln hatten wir abends natürlich gehörig Hunger, und es war ja unser letzter Abend in Kambodscha. Also hatten unsere TukTuk-Fahrer angeboten zu einem Lokal mit Wasserschlangensuppe zu fahren. Die Jungs waren neugierig, ich eher skeptisch interessiert - aber gucken kann man ja mal. Ihr werdet jetzt keine Schlange sehen, denn die Suppe war schon alle, als wir ankamen. Also haben uns die Fahrer in eine dorftypische Lokalität gefahren - gut und billig und bei Einheimischen durchaus beliebt.

Dort gab es zwei tolle Sachen, aber selber machen spielte beide Male eine große Rolle. Das erste war eine Suppe, bei der nur die Brühe auf Flamme auf dem Tisch platziert wird, daneben ein Teller mit den Rohzutaten für die Einlagen (hinten rechts). Dann wirft man alles rein, worauf man Lust hat und köchelt ca 5-10 Minuten - je nachdem wie durch und zäh man das Fleisch mag.

Es war übrigens wunderbar zart, die Nudeln hätten aber 2 Minuten mehr gebrauchen können ;) Aber beim Nachschlag war das dann in Ordnung, und das einzige was übrig blieb (nach 2mal Nachbestellen) war ein Stück Knorpel.

Für die Nicht-ganz-so-gern-Suppen-Schlürfer gab es kambodschanisches Barbecue - allerdings geht das auch mit Brühe. Die wird in einer Alu-Schüssel am Rand eingefüllt, allerdings ist die Mitte erhoben und unten drunter gibt es natürlich wieder eine Flamme. Dann wird zur besseren Grillgeschmeidgkeit "etwas" Speck zerlassen.
Und dann ist es wie heisser Stein. Man legt drauf, was man essen möchte, und das Kraut und die Nudeln tut man in die Brühe drum rum.

Die Brühe wurde übrigens nachgegossen wenn nötig, und schmeckte mit zunehmender Zeit immer besser, weil ja die ganzen elckeren Säfte darein fließen. Und sogar Ei wurde darin zubereitet. Und nunja, es war super lecker, aber wenn man fertig ist, möchte ich nicht für den Abwasch verantwortlich sein ;)

Dienstag, 22. September 2009

Buffet mit Bühne

Viele liebe Grüße aus dem Urlaub, so fängt eigentlich fast jede Urlaubskarte an, oder? - Toll, dass es das Internet fast überall gibt, so spart man sich die Briefmarken. Leider geht das Wlan hier nicht vom Zimmer aus, deswegen sitze ich gerade im Schatten am Pool neben dem Spa mit esoterischen Klängen und Aussicht auf Penang, den Geräuschen des Regenwalds und (ja, ok es gibt auch negatives) der Fähre, ein paar Flugzeugen und lästigen Mücken.

Jetzt erzähle ich aber erstmal noch von Kambodscha zu Ende: Nach dem Sonnenuntergang am Samstag wurden wir gegen 7 Uhr von unserem Reiseführern bzw. TukTukfahrern bei einer großen Halle abgesetzt, in der es ein tolles Buffet gibt und traditionelle kambodschnische Tänze. Punkt 20:30 würde man uns hier wieder abholen.
Ich glaube das Restaurant hieß Koulen, zumindest steht es so an der Bühne :) Die Tische waren alle so aufgestellt, dass fast jeder einen guten Blick auf die Bühne hatte.

Da neben Hintergrundmusik noch nicht viel passierte, haben wir uns erstmal die Bäuche vollgeschlagen und lecker gegessen und getrunken. Es wurde immer später, aber auf der Bühne passierte immer noch nicht viel - wirklich gut durchdacht, denn wir waren inzwischen beim Dessert und würden so die Tanzdarbietungen nicht ständig mit Essenholen unterbrechen.

Los ging es dann tatsächliche (erst) gegen 19:45 mit einem Kokosnussschalen-Tanz.

Danach folgte ein traditioneller Tanz, auch Apsara genannt. Dabei tanzen nur schicke Mädels in schicken Kostümen und verbiegen einfach so ihre Hände wie ich es mit einem Widerstand nicht hinbekommen würde.

Dann zur Abwechslung wieder ein Fischertanz mit Männern,

in dem eine Liebesgeschichte erzählt wurde.

Und zum Abschluß wieder ein Apsara. Diese Mandelaugen sind auch einfach bezaubernd, oder?

Und die Verrenkungen auch ... ich glaube, so Balance zu halten, werde ich jetzt gleich mal im Kinderbecken vom Pool probieren :)

Das ganze Getanze ;) war übrigens ca 20:15 zu Ende, dann standen die Mädels noch bereit zum Foto-Shooting und die Kellner kamen fix, um die Rechnung abzukassieren. Kein Scherz: Punkt 20:30 war der gesamte Saal leergefegt.
Ich habe mich dann übrigens ins Hotel fahren lassen. Die anderen sind noch auf einen Nachtmarkt ("Der schönste, den SuS bisher gesehen hat"), aber ich bin da bisher nie großer Fan von gewesen und ausserdem war ich müde und der Sonnenbrand von der Bootsfahrt am morgen tat auch weh. Und am nächsten Tag sollte es ja weiter gehen.

Montag, 27. Juli 2009

Was haben ...

... Mangojuice und Fledermäuse gemeinsam?

So ziemlich gar nichts, ausser dass mir gerade beim Bilder sortieren & bearbeiten noch genau die zwei kleinen Bilder dazwischengekommen sind:

1. Der Beweis, dass frisch pürierter Mangosaft einen Berg haben kann!

2. Die Frage, was macht man mit gelandeten und verstört wirkenden Fledermäusen?

Montag, 6. Juli 2009

Lotusfrucht

Noch ein kleiner thematisch anderer Nachtrag zur Höhlenwanderung - Direkt nach der Ankunft konnte man Lotus kaufen, und auch wenn wir das in dem Moment nicht getan haben, ist das jetzt die beste Gelegenheit, Euch von diesem Geschmack zu berichten:

Lotus (engl.) ist eine Seerosenart, und die Frucht kann man schon in der Blüte auf dem Wiki-Foto erkennen. Um an die Früchte zu kommen, muss man die kleinen grünen Punkte rauspuhlen. Die müssen dann auch nochmal geschält werden und man hat einen kleinen weissen Samen in der Hand. Und den kann man dann in den Mund stecken, sollte man aber vorerst vorsichtig zerbeißen, um das Innere auch noch zu entfernen, das schmeckt nämlich bitter. Ein paar erklärende Bilder findet ihr hier. Achso, und nach all der Arbeit stellt man dann fest: Der Geschmack ist sehr haselnussig :) (Durchaus spannend, aber meiner Meinung nach etwas viel Arbeit für ein wenig Haselnuss-Geschmack). Man kann übrigens auch Lotus-Wurzel-Scheiben oftmals in Suppen hier finden - das ist noch weniger haselnussig und von der Konsistenz ungefähr wie Kohlrabi.

Montag, 4. Mai 2009

On the road

Es ist Zitate-Zeit und ich zücke mal wieder einen alten Klassiker (ja, ich weiss, ich bin keine 23 mehr, aber man kann sichs ja mal einbilden). Aber was ich heute erzählen möchte, erinnerte mich halt entfernt an Jack Kerouacs

... but burn, burn, burn, like fabulous yellow roman candles exploding like spiders across the stars and in the middle you see the blue centerlight pop and everybody goes "Awww!".

Ok, ok, es handelt sich zwar "nur" um Glühwürmchen, und nicht um drogen- und jazzverliebte Mittzwanziger aber beeindruckend war es trotzdem. Aber die ganze Geschichte nun mal langsam von vorne:

Sonntag, 26.04.09 nach Ausschlafen und kurzem Sit-In am Pool haben wir entschieden, dass wir noch "fix" in den TimeSquare fahren (da gibt es eine inhouse-Achterbahn) und dann nach Kuala Selangor düsen, denn da gibt es abends ein interessantes Naturschauspiel zu betrachten. Also haben wir unsere kleine Reisegruppe flugs auf zwei Autos verteilt und sind los. Womit zu dem Zeitpunkt noch keiner gerechnet hat, war der sonntägliche und allseits beliebte KL-Stau ... ohne Navi und mit 2 Autos ein nahezu unlösbares Unterfangen. Als dann auch noch eine Hauptverkehrsstrasse-Strasse gesperrt war, wars ganz vorbei. Wir haben uns verloren und nach 3 Versuchen haben wirs sogar aufgegeben, auf den "rechten Weg" zurückzukommen.

Da wir schon im nördlichen KL waren, und die beiden an Board befindlichen Herren noch nicht in Batu Caves waren, sind wir dort nochmal hin - das lag eh auf dem geplanten Weg für später. Ich war zwar schonmal da (vgl hier) aber trotzdem gab es noch Neues zu entdecken. Diesmal haben sich die Affen gezeigt, und es waren echt viele, und vor allem waren sie frech. TS wollten sie sogar die Colaflasche aus der Hand reißen :D

Ansonsten ist Sonntag wohl auch hier Waschtag, denn viele Mönche haben mit unterschiedlichen Wassern die Götterstatuen begossen. Ein sehr interessantes Schauspiel, das sich leider schwer im Foto festhalten ließ.

Danach haben wir uns aufgemacht, die abendliche Stäte aufzusuchen. Dabei haben wir uns nicht mal verfahren und nach langen wegen durch Plantagen waren wir viel zu früh am Ziel. Also haben wir uns in der nächsten Stadt (Kuala Selangor) ein Restaurant gesucht. Und das Kharma von JS hat für uns ein wundervolles Restaurant gefunden.

Wir haben natürlich an der flusseitigsten Ecke den Tisch gesucht und auch bekommen. Die Aussicht war einfach fantastisch, das Wetter auch

Und obwohl die Speisekarte etwas gewöhnungsbedürftig war (aber immer noch lieber Fotos als chinesische Zeichen), so war das Essen doch ziemlich lecker.

Ich hatte übrigens Lemon chicken & fried rice und zum Nachtisch gab es Bier und Sonnenuntergang

Nach diesem hervorragenden Mahl waren dann auch beide Ausflug-Autos wieder vereint und wir haben uns zum eigentlichen Ziel des Abends aufgemacht: Der Firefly-Park!
Glühwürmchen heißt auf Bahasa Melayu übrigens kelip kelip wegend es Geräuschs, das die Leuchtkäfer erzeugen. An dem Fluß dort gibt es auf eine Strecke über 15 km Bäume an denen die Glühwürmchen zu tausenden leben und dort auch jeden Abend leuchten. Man kommt also im Dunkeln hin, setzt sich in ein kleines Viererboot und wird dort ein Kilometer den Fluss runtergerudert. Ziemlich bald, wenn man sich vom spärlichen Licht der Anlegestelle entfernt, sieht man sofort ganze Büsche voll ... kleiner Lichter. Anfangs weiss man nicht genau, ob das nur kleine Weihnachtskerzenketten sind, aber die Dinger fliegen, und man kann sie von den Sträuchern absammeln. Gott sei Dank war in dem Moment die Batterie von meinen Fotoapparat alle - so wenig Licht im Stockdustern hätte das Maschinchen eh nicht gebracht, und so hatte ich statt Kämpfe mit meinem Apparat die ganze Zeit Platz zum Staunen. Ich verlinke euch mal schnell ein Foto dieses Schauspiels aus Flickr von dckf_$êr@pH!nX

Und nahja, weils ohne Unsinn nicht geht, hat SuS am Ende doch noch vorzeigbare Fotos von mir und Glühwürmchen machen können :)

Wie Jack schon sagte: The only people for me are the mad ones ...

Donnerstag, 23. April 2009

Kurze Wege, Lange Wege

Heut war ein schöner und erfolgreicher Tag. Die Arbeit nimmt erste Formen an, dann war ich 1000m im Pool und danach waren wir sehr lecker beim Italiener essen. Ist jetzt nicht gerade local food, aber trotzdem sehr lecker: Linguini und Seafood.

Aber eigentlich wollte ich Euch über den malaysischen Verkehr informieren. Wenn wir nach KL reinwollen, tun wir das meist mit dem KLIA-Ekspress, der fährt ja eigentlich direkt durchs Appartement, aber die nächste Haltestelle ist 1,4 km weit weg. Für malaysische Wetter-Verhältnisse echt viel, zumal es keine gescheiten Fußweg dorthin gibt. Also nimmt man ein Shuttlebus oder ein Teksi. Und auch wenn man das Gefühl hat, die wollen einen abzocken, die können nicht anders:

Größere Kartenansicht
So werden aus 1,4km sehr schnell mal 6,2.
Und dieses Gefühl habe ich nicht nur auf diese Strecke. Wenn man nach KL reinfährt oder durch KL durch, ist man oft seitlich geneigt, weil man gerade irgendwelche Abfahrten bzw. Auffahrten in Autobahnkreuzen hinter sich bringt. Anfangs zum selber fahren sicher sehr ungewohnt.

Man kann es zusammenfassend so sagen: Die malaysischste Verbindung zwischen zwei Punkten ist garantiert keine Gerade :)

Mittwoch, 15. April 2009

Cool Dog

Die Geschichte, die ich Euch erzählen möchte, spielte am Ostersamstag, aber ich muss schon eine Woche vorher beginnen.

Bei unserem ersten KL-Ausflug landeten wir abends noch auf einem "night market", auf dem es viele verschiedene exotische Früchte gab. Recht berühmt-berüchtigt ist die Durian, gerne auch Stinkfrucht genannt. Aber ein echter Indianer kennt keinen Schmerz, also wurden für die Gruppe zwei Stück gekauft (vom Verkäufer auf der Stelle fachmännisch zerlegt) und kräftig drauf los probiert.
Interessant war, das beide recht unterschiedliche Färbungen hatten, ich denke das entspricht dem Reifegrad. Egal - die erste war gelblich und war ... nahja. RH hat das sehr passend mit "Stinkt wie Tankstelle und schmeckt wie Tankstelle" umschrieben.
Die zweite Frucht war viel heller, ich denke cremeweiß trifft es ganz gut. Sie stank vielleicht auch wie Tankstelle, schmeckte aber eher wie cremiges Kokos kurz vorm Angammeln ... hmm, nahja halt nicht ganz so schlimm. Nochmal bestellen würd ichs mir trotzdem nicht. Vor allem muss man den ganzen Abend davon aufstoßen - das ist ja bei Paprika schon unangenehm, aber bei Tankstelle :(

Na jedenfalls waren wir letzten Samstag gut am Sightseeing und warteten auf den Hop-Off-Sightseeingbus (mehr dazu später mal). Da stand so ein kleines Eiswägelchen neben uns, an dem auch Hot-Dog-Brötchen hingen. Logische Schlußfolgerung der unerfahrenen Touristen, als die wir noch durchgehen: Ui, HotDog - njammi :)
Also haben wir flugs zwei bestellt und schneller als wir gucken konnten war unser Brötchen beladen:

Richtig - wir hatten Eis im Brötchen! Nunja, man wundert sich kurz, aber bei 30°C kann man auch gerne mal ein Eis statt eines Hot Dogs vertragen. Die angebotenen Farben waren gelb, braun und violett - eindeutig Vanille, Schoko und evtl Heidelbeere. Aber glaubt mir - die Geschichte wäre nur halb so erzählenswert, wenns so einfach wäre.

Das gelbe Eis wurde mit einem großen Schlecker in den Mund transportiert, und ca 20 ms später sendeten alle Rezeptoren in großer Leuchtschrift D U R I A N ans Hirn (und 3 Sekunden später an AG, aber der wollte ja selber nochmal testen ;)). Na jedenfalls habe ich den Happen grad noch so hintergekriegt, und dann auch versucht mit dem violetten Eis zu neutralisieren, aber Tankstelle spült sich leider nicht so leicht aus der Mundhöhle. Wir haben uns also vorsichtig davongestohlen und das Eis unauffällig entsorgt.

Später am Tag haben wir uns übrigens noch richtige Hot Dogs gegönnt (natürlich mit Halal-Beef-Würstchen):

Das ist ein Deutsch Doodle Dang von 1901. Das gelbe Gespritze an der Seite ist übrigens keine Mayo, sondern schlecht gesalzenes Kartoffelpüree, die roten Krümel oben drauf Chili - Aber geschmeckt hats! :)

Freitag, 10. April 2009

Schon eine Woche

Heute vor einer Woche bin ich hier angekommen. An dem Tag (besser gesagt Nacht, es ist schon wieder 1 Uhr durch) war ich um die Zeit noch putzmunter und im Pool. Jetzt, hier und heute bin ich ein bisschen müde, und das Wissen, dass der Wecker morgen um 7 wieder klingelt, machts auch nicht besser.
Der Pool wird inzwischen nicht mehr jeden Tag besucht, und heute abend hatte ich nach einem hervorragenden viele-Gänge-Menü beim Chinesen (es gab einen Geburtstag zu feiern) eine sehr angenehme Skatrunde.

Die erste Woche war ziemlich spannend.
Ich habe schon einiges gesehen (und Euch noch nicht alles davon gezeigt) aber immer noch viel vor.
Die Arbeit ist eine Herausforderung und die Kollegen sind allesamt sehr nett. Ich lerne viel, staune und merke auch, viel beitragen zu können. Zum Fremdeln, Zögern und langweilen ist eindeutig zu viel zu tun.
Ich bin eigentlich kaum zu Hause in meinen kleinen 4 Wänden, und das ist auch gut so.

Zu Essen hatte ich wohl so ziemlich alles mindestens einmal - japanisch, chinesisch, malayisch, indisch, thai - ich warte auf den Moment, wo mir das erste mal die Bratwurst fehlt (und dafür gibt es auch deutsche Restaurants). Und zum Essen gibt es sogar gut trinkbares Bier. In der Regel ist das genauso bis doppelt so teuer wie das Essen.

Und damit ihr hier nicht ganz auf dem Trockenen sitzt, zeige ich Euch ein "misslungenes" Foto von Samstag Nacht:

Das war ganz ehrlich meine Aussicht ohne Verrenkungen beim Abendessen im Hakka.
Aeh Draum!

Dienstag, 7. April 2009

Von Tempel zu Tempel

Am Samstag waren wir auf Sight-Seeing-Tour in und um Kuala Lumpur mitsamt fachkundiger Begleitung. Wir haben dabei echt viele Sachen zu Gesicht bekommen, aber heute will ich vor allem 2 davon vorstellen - die Tempel

Der erste besuchte Tempel war ein chinesischer. Er heisst Thean Hou und ist auf einem Berg unweit des Königs-Palastes gelegen.

Innendrinnen standen Blumen, hingen sehr viele Lampions, aus großen Lautsprechern quoll Dudeldei-Musik und Räucherkerzen vor der Treppe verdeckten den Geruch der Schühchen die man ausziehen muss, bevor man den Tempel betritt ;)
Nee, im Ernst - es war alles ziemlich, wie man es sich vorstellt oder aus Filmen kennt, nur eben in echt. Die Haupt-Statuen innendrinnen waren dann aber doch größer als von mir erwartet und deren Farbpracht wurde in ein sattes Gold getaucht.

Danach mussten wir unbedingt Tou Fah probieren. Das ist Sojabohnen-Pudding - warm und glibbrig serviert mit Zuckersoße oben drüber. Liess sich schon zur Hälfte essen, aber so richtig glücklich werd ich mit dem Soja-Geschmack vorerst nicht. Und dann in der warmen Mittagssonne einen warmen Pudding ... das ist auch nicht so ganz das Wahre.

Danach gings zur nächsten Religion und wir sind direkt zu Batu Cave (eng, melayu) gefahren.

Richtig, das da links sind Stufen, und die muss man alle rauf, wenn man rein will. Fahrstuhl habe ich keinen gesehen, aber diese 272 Treppelchen schafft man schon, und vor allem lohnt es sich! Man wird zwar erst von gelben Würgeschlangen empfangen, mit denen man sich fotografieren lassen kann (aber nicht muss! *schüttel*), aber dann kommt man in eine riesige Höhle mit lauter Tropfsteinen und kleinen Schreinen, die überall verteilt sind. Und wenn man wieder Treppen runtergeht, um dann wieder Treppen hochzugehen, steht man auf einmal wieder im Freien.


Insgesamt fand ich diese Stimmung sehr beruhigend, wahrscheinlich weil das Ganze doch sehr einer Yoga-Stunde entsprach: Erst körperliche Anstrengung und dann meditative Entspannung.
Und die Aussicht beim runtergehen war auch Spitze.

Leider musste man zu sehr darauf achten, auf den engen Stufen nicht auf von Affen verworfenen Bananenschalen auszurutschen. Einen Affen habe ich allerdings nicht gesehen.

Unten wurden wir dann übrigens mit leckerem indischen Essen vom Bananablatt belohnt. Die Preise hier sind eine Unverschämtheit - spottbillig und super lecker Zeugs. So wird das nie was mit dem Abnehmen. Und ich trau mir nur leider nie, das Essen zu fotografieren :)