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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Mahlzeit

Nach all den Tempeln hatten wir abends natürlich gehörig Hunger, und es war ja unser letzter Abend in Kambodscha. Also hatten unsere TukTuk-Fahrer angeboten zu einem Lokal mit Wasserschlangensuppe zu fahren. Die Jungs waren neugierig, ich eher skeptisch interessiert - aber gucken kann man ja mal. Ihr werdet jetzt keine Schlange sehen, denn die Suppe war schon alle, als wir ankamen. Also haben uns die Fahrer in eine dorftypische Lokalität gefahren - gut und billig und bei Einheimischen durchaus beliebt.

Dort gab es zwei tolle Sachen, aber selber machen spielte beide Male eine große Rolle. Das erste war eine Suppe, bei der nur die Brühe auf Flamme auf dem Tisch platziert wird, daneben ein Teller mit den Rohzutaten für die Einlagen (hinten rechts). Dann wirft man alles rein, worauf man Lust hat und köchelt ca 5-10 Minuten - je nachdem wie durch und zäh man das Fleisch mag.

Es war übrigens wunderbar zart, die Nudeln hätten aber 2 Minuten mehr gebrauchen können ;) Aber beim Nachschlag war das dann in Ordnung, und das einzige was übrig blieb (nach 2mal Nachbestellen) war ein Stück Knorpel.

Für die Nicht-ganz-so-gern-Suppen-Schlürfer gab es kambodschanisches Barbecue - allerdings geht das auch mit Brühe. Die wird in einer Alu-Schüssel am Rand eingefüllt, allerdings ist die Mitte erhoben und unten drunter gibt es natürlich wieder eine Flamme. Dann wird zur besseren Grillgeschmeidgkeit "etwas" Speck zerlassen.
Und dann ist es wie heisser Stein. Man legt drauf, was man essen möchte, und das Kraut und die Nudeln tut man in die Brühe drum rum.

Die Brühe wurde übrigens nachgegossen wenn nötig, und schmeckte mit zunehmender Zeit immer besser, weil ja die ganzen elckeren Säfte darein fließen. Und sogar Ei wurde darin zubereitet. Und nunja, es war super lecker, aber wenn man fertig ist, möchte ich nicht für den Abwasch verantwortlich sein ;)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Angkor Thom und mehr - Tempelhopping III

Welcome Back - Genau das rufen mein Sofa, mein Bett und leider auch die Waschmaschine :) Inzwischen habe ich viel geschlafen und lecker Pizza bestellt und deswegen gibt es jetzt die letzten Ruinen-Fotos aus Kambodscha.

Nach Angkor Wat ging es nach Angkor Thom und erstes näher inspiziertes Ziel war Bayon, ein Tempel aus dem 13ten Jahrhundert mit einer Menge Bodhisattva-Gesichtern

Besonders ist dabei auch die Lotusblüte, die über der Figur steht, während Buddha wohl über der Lotusblüte stehen würde. Zumindest hat das ein chinesischer Führer diort gerade seinen Touristen erklärt :)

Und natürlich gab es auch diesmal viel zu klettern. Als Belohnung findet man aber immer wieder kleine Altare, die immer noch verehrt und gepflegt werden

Leider hinterlassen auch Anhänger anderer Götter ihre Zeichen im ehrwürdigen Gestein

Danach sind wir weiter an Baphuon vorbei, aber dieser Tempelberg wird rekonstruiert und ist deswegen nur teilweise zugänglich und als wir dort waren natürlich gar nicht.
Aber wenn man drumrumgeht, findet man neben Künstlern neben umgestürzten Bäumen einen noch in der Rekonstruktion befindlichen aber schlafenden Buddha im Mauerwerk. (War aufgrund der sehr sonnigen Lichtverhältnisse schwer zu fotografieren, ich hoffe ihr erkennt trotzdem etwas)

Danach sind wir hinten rum zum Phimeanakas

Und natürlich mussten wir auch auf diesen steilen Tempel raufklettern. Sieht lebensgefährlich aus, aber zur Beruhigung: wenn ihr mal am linken Bildrand genau schaut, seht ihr das Geländer einer etwas wegsameren Treppe erkennen, die haben wir dann bevorzugt. (Das gelbe Schild am Fuss der vorderen Treppe bedeutet: Klettern auf eigene Gefahr!)

Auf der Karte erkennt man nördlich des Phimeanakas verschiedene Wasserbecken, also Swimming Pools :) Der der Konkubinen (angeblich über 1000) wird sogar immer noc genutzt, aber eher von den Kindern

Auf dem Weg zurück zum TukTuk und einem dringend nötigen Mittagessen kamen wir dann noch an der Elefantenterasse vorbei.

(noch ein Foto)

Nach dem Mittagessen gings dann weiter zum nächsten Gebiet. Wir sind zum Ta Prohm Tempel gefahren, der sich vor allem dadurch auszeichnet, nicht großartig restauriert zu werden. Die Anlage ist verschüttet und verwildert und vor allem von Würgefeigen durchwachsen.

Leider gibt es jetzt keine Fotos mehr, denn mal wieder habe ich verpasst ganz aufzuladen und dafür hat der Akku ja doch recht lange mitgemacht. Und genügend alte Steine gab es ja auch. Wir waren s langsam lauf und Steinhaufen-müde aber wir sind trotzdem noch zu einem letzten Tempel gefahren - dem Banteay Kdei. Danach fing es an zu regnen, was gut mit unserem Ermattungszustand zusammenpasste, also sind wir zurück ins Hotel und haben uns eine Weile ausgeruht.

Mittwoch, 23. September 2009

Tempel-Hopping II - Angkor Wat

Leute, ich hab grad die Bilder von Angkor Wat vorbereitet, und was soll ich sagen - es ist nur der erste von 4 Tempeln, die wir an diesem Sonntag besucht haben, und ich habe schon 20 Fotos für Euch. Das beweist entweder, dass es super beeindruckend war, oder ich mich einfach nicht zwischen den ganzen Trümmerbildern entscheiden kann :)
Da ich nicht alle in diesen Eintrag packen kann, sind einige nur verlinkt, Ihr könnt Euch aber auch alle zusammen unter dem Tag AngkorWat auf Flickr angucken.

Wie immer bei großen Ausflugszielen fängt der Besuch am Eingang an.

Ihr seht die Brücke durch den großen Graben und schemenhaft dahinter die Türmchen von Angkor Wat. Und ihr seht, dass uns das Wetter ziemlich hold war - strahlend blauer Himmel, kleine Schäfchen Wolken und gefühlte 35° im Schatten.
Wenn man dann die Brücke fast geschafft hat, kann man die äußeren Mauern näher betrachten und eine kleine Fischerhütte sieht man auch.

Die Gemäuer an sich sind angenehm kühl mit einem kräftigen Wind, und im Innehof gibt es viel Rasen und weitere alte Gemäuer.

Außerdem kann man die Türmchen näher betrachten mitsamt Rekonstruktionsgerüst.
Ansonsten sieht man Löcher in der Decke oder fein säuberlich aufgereihte Steine, die noch verbaut werden müssen.
Wenn man aus einem kleinen Nebengebäude rauskommt und an den Palmen vorbeilugt, sieht man für gewöhnlich ein weiteres Tempelgebäude.
Beeindruckend fand ich auch, wie rekonstruierte Gemäuer auch als solche erkennbar waren

Ansonsten gab es viele interessante Muster und Figuren und Sanskrittafeln (ohne die Figur im unteren Teil hätte ich nicht mehr gewußt, wierum das Bild gehört) zu entdecken und bestaunen.

Ein weiteres Gebäude im Innenhof zeigt mal wieder toll, wie steil und großzügig damals alles war.

Die Stufen sind wahnisnnig schmal aber hoch, und auch die Durchgänge und Türöffnungen waren sehr hoch angelegt für die Durchschnittsgröße eines heutigen Kambodschaners.

Und um nochmal an die Apsana-Tänze zu erinnern: Die Mädels haben schon sehr zeitig in den Tempeln von Angkor getanzt, nur damals mit unbedeckter Brust ;)

Zur rechten Seite von Angkor Wat ist sogar noch ein bewohntes/belebtes Tempelgebiet, daß sehr schön altes mit neuem verbindet.

Anscheinend dient es als Ausbildungsstätte, und die Stunde war gerade vobrei, denn die Jungs strömten alle in ihre Quartiere.

Oben im Aufenthaltsraum spielte eine kleine Combo umlagert von ihren noch kleineren Fans, und es gab hauptsächlich ganz alte und ganz junge Leute

Ansonsten gab es auf dem Gelände schöne Häuser mit Wandgemälden, aber irgendwie haben wir uns nicht getraut, in dem Gebiet zu aufdringlich rumzuschnüffeln, deswegen gibts nur Fotos aus der Ferne.
Ganz zum Schluß aber noch ein Beweis, für das ganz moderne Angkor Wat:

Solarzellen vorm Klohäuschen :)

Dienstag, 22. September 2009

Buffet mit Bühne

Viele liebe Grüße aus dem Urlaub, so fängt eigentlich fast jede Urlaubskarte an, oder? - Toll, dass es das Internet fast überall gibt, so spart man sich die Briefmarken. Leider geht das Wlan hier nicht vom Zimmer aus, deswegen sitze ich gerade im Schatten am Pool neben dem Spa mit esoterischen Klängen und Aussicht auf Penang, den Geräuschen des Regenwalds und (ja, ok es gibt auch negatives) der Fähre, ein paar Flugzeugen und lästigen Mücken.

Jetzt erzähle ich aber erstmal noch von Kambodscha zu Ende: Nach dem Sonnenuntergang am Samstag wurden wir gegen 7 Uhr von unserem Reiseführern bzw. TukTukfahrern bei einer großen Halle abgesetzt, in der es ein tolles Buffet gibt und traditionelle kambodschnische Tänze. Punkt 20:30 würde man uns hier wieder abholen.
Ich glaube das Restaurant hieß Koulen, zumindest steht es so an der Bühne :) Die Tische waren alle so aufgestellt, dass fast jeder einen guten Blick auf die Bühne hatte.

Da neben Hintergrundmusik noch nicht viel passierte, haben wir uns erstmal die Bäuche vollgeschlagen und lecker gegessen und getrunken. Es wurde immer später, aber auf der Bühne passierte immer noch nicht viel - wirklich gut durchdacht, denn wir waren inzwischen beim Dessert und würden so die Tanzdarbietungen nicht ständig mit Essenholen unterbrechen.

Los ging es dann tatsächliche (erst) gegen 19:45 mit einem Kokosnussschalen-Tanz.

Danach folgte ein traditioneller Tanz, auch Apsara genannt. Dabei tanzen nur schicke Mädels in schicken Kostümen und verbiegen einfach so ihre Hände wie ich es mit einem Widerstand nicht hinbekommen würde.

Dann zur Abwechslung wieder ein Fischertanz mit Männern,

in dem eine Liebesgeschichte erzählt wurde.

Und zum Abschluß wieder ein Apsara. Diese Mandelaugen sind auch einfach bezaubernd, oder?

Und die Verrenkungen auch ... ich glaube, so Balance zu halten, werde ich jetzt gleich mal im Kinderbecken vom Pool probieren :)

Das ganze Getanze ;) war übrigens ca 20:15 zu Ende, dann standen die Mädels noch bereit zum Foto-Shooting und die Kellner kamen fix, um die Rechnung abzukassieren. Kein Scherz: Punkt 20:30 war der gesamte Saal leergefegt.
Ich habe mich dann übrigens ins Hotel fahren lassen. Die anderen sind noch auf einen Nachtmarkt ("Der schönste, den SuS bisher gesehen hat"), aber ich bin da bisher nie großer Fan von gewesen und ausserdem war ich müde und der Sonnenbrand von der Bootsfahrt am morgen tat auch weh. Und am nächsten Tag sollte es ja weiter gehen.

Mittwoch, 16. September 2009

Tempel-Hopping I

Jetzt habe ich eine Woche lang nichts von mir hören lassen, aber das hat mehrere und vor allem einen guten Grund. Momentan sind ziemlich viele Abschiesessen/Feiern und ausserdem habe ich es geschafft, mir einen Tag freizunehmen und doch noch ein langes Wochenende in Hongkong zu verbringen. Aber dazu gibt es später mehr, jetzt erst mal weiter mit Kambodscha:

Nachdem wir mit dem Boot gelandet waren, wurden wir abgeholt und es ging ersteinmal vorbei an Häusern

Ziegen

und Wäscheleinen

Richtung Hotel. Die TukTuk-Fahrer haben direkt mal unsere Touristenroute durchgeplant und somit sind wir kurzerhand durch strömenden Regen gefahren (In Kambodscha gibt es viel mehr Fahrräder als in Malaysia)

Ziel war ein romantischer Sonnenuntergang auf den Tempelberg Phnom Bakheng neben Angkor Wat. Man kann bereits ab 17:00 Uhr die Tageskarten für den nächsten Tag kaufen, und mit denen darf man sogar schon aufs Gelände :)
Lustigerweise schien wirklich die Sonne, als wir am Zielberg ankamen. Dabei haben wir dann auch erste ernsthafte Bekanntschaft mit (ich nenn das jetzt mal) Händler-Terrorismus machen können, denn kaum hält das TukTuk an, ist man von ca 10 Kindern umzingelt, die einem Cola, eisgekühltes Wasser, 10 Postkarten, 10 Armringe, einen Sonnenhut oder den neuesten Lonely Planet von Cambodia aufschwatzen wollen. Zehn gutgemeinte "No, Thank you!" reichen da leider nicht aus, um seine Ruhe zu haben. Meistens helfen auch energische oder genervte oder hysterische "No!"s nicht aus, und wenn man etwas kauft, wird es nur noch schlimmer, denn man könnte ja gleich noch etwas kaufen, wenn man das Geld eh schonmal draußen hat :(. Das Beste (und Schwierigste) für mich war Geduld zu behalten und nach einem freundlichen "No, thank you" mit Ignoranz sehr bestimmt auf irgendein Ziel ausser Reichweite dieser Händlerhorde zu fliehen. Angeblich soll Beschäftigung und Ablenkung auch gut funktionieren.

Aber zurück zum Berg: Erst wandert man ca. 10 Minuten den Berg hoch, um dann festzustellen, dass man noch ein paar Treppen vor sich hat, die zudem ganz schön steil sind, aber die Perspektive beweist: Kein Problem für mich :)

Dann bewundert man alte Steine, ein paar Muster und vor allem den Sonnenuntergang.

Wahrlich romantische Gefühle kommen (egal in welcher Begleitung) aber angesichts der reichlichen Gesellschaft sicher nicht auf. Schön fand ich auch die gesammelte Touristenführerschaft, die garantiert schon mehrfach dort oben schönere Sonnenuntergänge als diesen gesehen hat.

Vor dem großen Andrang habe ich mich also die Treppen wieder runtergearbeitet. Das war 1. anstrengender als rauf und 2. eine gute Entscheidung :)

Und nach einem letzten Blick sind wir dann erstmal wieder weg von Angkor.

Mittwoch, 9. September 2009

Jetzt fahrn wir übern See

Frühmorgens Punkt 7 Uhr waren wir an der Ablegestelle, denn 07:30 startet das Boot, und wegen High Season und auch sonstigen Äusserungen erwarteten wir großen Andrang und hatten Angst um unsere Sitzplätze - völlig unbegründet, wie sich herausstellte. Von den ca 70 Sitzplätzen waren ca 20 besetzt, was so ziemlich jedem müden Geist eine Bank zum Schlafen bot. Wenn man im Boot saß, war die Aussicht zwar da, aber nicht gerade Foto-freundlich (es sei denn man mag Sepia):

Aber man konnte durch die ständig geöffnete Tür auf das vordere Deck des Bootes und sich dort den Wind um die Nase wehen lassen und die Aussicht genießen.

Und was wir dann zu sehen bekommen haben, war doch recht vielfältig und teilweise gegensätzlich. Einerseits der dicht besiedelte Stadt- (oder sagt man hier Flußrand)

Und dann wiederum kurze Zeit später kleine Dörfer

Ich habe ziemlich viele Fotos geschossen auf der Fahrt, es war schwierig nur ein paar für den Blog rauszusuchen. Hier sind zum Beispiel noch Zeugen von Religion: einserseits (eher unerwartet) eine Moschee und dann nicht weit davon weg (wie erwartet) ein buddhistischer Tempel Tempel.

Der Fluß, den wir hochgefahren sind, war, wie bereits erwähnt, der Tonle Sap und auch dieses Boot kämpfte sich noch tapfer voran:

Ist mir egal, ob ihrs glaubt oder nicht, es hat sich bewegt und ist noch gefahren. Über die Ladung weiß ich leider nichts, aber sie war sicher sehr schwer :D

Die Landschaft habe ich als sehr vielseitig empfunden. Einmal schöne Berge weit entfernt

Dann wiederum kleine bewohnte Inseln ganz idyllisch mit Kühen

Das einzige was zwar nicht gleich blieb, aber immer da war, waren die Wolken

Leider mündet der Fluß nach ca 3h in den Tonle Sap See und die schöne Landschaft verwandelte sich in einen dünnen Streifen irgendwo am Horizont.

Ich habe mir dann noch eine Weile den immer stärker werdenden Wind um die Nase wehen lassen und bin dann auch zu einem Mittagsschläfchen ins Boot zurückgekrochen.

Und als ich dann wegen ungewohnten Trubels aufwachte, musste ich fix meine Siebensachen zusammen suchen, denn wir waren schon an der Anlegestelle. Drei der vielen TukTuks waren übrigens bereits von Phnom Penh für uns reserviert.

Und noch eine kleine Festellung: Wenn ihr mal die Fotos oben genau betrachtet - es gab keine Minute Sonnenschein, aber die Zeit die ich auf dem Deck verbracht habe (mit langem T-Shirt wegen dem Wind), haben Hals und Gesicht rot und den Gesichtsausdruck entsprechend deppert werden lassen :)

PS: Ihr könnt mich jetzt für total verrückt halten, aber Bluegrass & Gospel passte total gut zu meiner Stimmung auf der Fahrt - entspannend, meditativ und Wem-oder-was-auch-immer schrecklich dankbar für soviel Schönheit!
Wer errät, welches Album ich ziemlich genau 4mal hintereinander gehört habe, kriegt ein Lolli :)

Dienstag, 8. September 2009

Phnom Penh

Ich glaube ich hatte schon angedeutet, dass ich ein wunderschönes Wochenende in Kambodscha (engl. Cambodia) verbracht habe. Da wir wieder ein langes Wochenende hatten, hat sich angeboten, etwas Schönes zu machen :)

Los ging es Freitag nachmittag mit dem Flieger nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Bereits der Anblick aus dem Flieger war begeisternd:

Im September und Oktober ist offiziell Regenzeit, ich habe keine Ahnung, ob es sonst weniger Wasser ist. Auf jeden Fall ist es komisch, wenn der Flieger sinkt und sinkt und unter einem fast nur Wasser zu sehen ist, und eine Landebahn nicht zu erahnen ist :)

Das Visum kriegt man unkompliziert direkt am Flughafen für 20US$ (mit Hilfe von einem Bematen, der damals in Magdeburg studiert hat) - das war mein erster "Urlaub" in einem fremden Land, in dem ich vollständig ohne landeseigene Währung (Riel) ausgekommen bin - wir haben alles in Dollar bezahlen können/müssen, sogar die Geldautomaten spucken Dollar aus.

Wir haben uns dann direkt von einem Taxi, das Gott sei Dank einen Motor, 4 Räder und ein Dach hatte, zu einem Guesthouse fahren lassen.

Das erste Guesthouse roch auffällig nach Schimmel, weswegen wir uns lieber weiterfahren lassen haben.
Vorbei ging es übrigens an Zeugen alter Freundschaften :)

Aber wir haben bei zwielichtigen Gestalten geschafft uns Tickets für die Bootstour am Samstag morgen nach Siem Reap zu ergattern. Angeblich war das total schwer, weil "High Season" ist, und sicher schon alle Sitze ausgebucht. Um so erstaunlicher, dass wir doch noch 8 (in Worten ACHT) Tickets kriegen konnten.

Dann ging es auf ins nächste Hotel, das besser roch und auch die bessere Aussicht hatte (aber leider nicht für das Mädchen-Zimmer):

Das ist der Tonle Sap. Großer Vorteil: die Bootsanlegestelle für nächsten morgen war 3 Minuten in Laufweite - besonders wichtig, da das Boot 07:30 morgens startete.

Den Abend haben wir laufend, essend, trinkend und lachend verbracht. FOtos gibt es davon nicht viele. Aber grundsätzlich läßt sich sagen, dass die Lichter einer kambodschanischen Stadt nahezu unsichtbar sind. Was es dafür um so mehr gab, waren kleine Mädels, die einen laut und überschwenglich begrüßten, wenn man eine Bar betreten hat. Aber es ging für mich relativ zeitig ins Bett, schließlich lag eine anstrengende Arbeitswoche hinter mir und der Wecker klingelte ja schon wieder kurz nach 6 :(

Montag, 7. September 2009

Cambodia

Ausgegeben

Flugticket - 110$
Visum - 20$
Hotel für 3 Nächte - 35$
Bootstour - 35$
Tages-Eintritt zu Angkor Wat - 20$
TukTuk für 2 Tage - 16$

Nicht ausgegeben trotz 100fachem "Please Madame":

10 Postkarten - 1$
1 Cola - 1$
1 Flöte - 1$
2 T-Shirts - 5$
1 Kühlschrankmagnet - 1$
10 Armreifen - 1$
1 Painting - 5$
1 Buch - 1$
1 Schal - 1$

Fazit

Dort gewesen sein - unbezahlbar :D