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Sonntag, 20. Dezember 2009

Dancing in the rain

Nach der Mangroventour am Samstag hatten wir große Probleme in die Statd zu kommen, denn wir landeten relativ spät wieder am Ausgangspunkt und zufällig war gerade kein Taxi zu bekommen. Der Grund dafür war für Westeuropäer relativ schwer zu begreifen: Es war der erste Tag vom Ramadan! Das bedeutet, dass wenn der Muslim dann endlich bei Sonnenuntergang auch etwas essen darf, er genau das tut - also genau nur das, und nix anderes :) Deswegen gabs um die Zeit auch kein Taxi.

Uns hat dann ein netter Mann per Anhalter mit nach Kuah genommen, der wichtigste oder größte Ort auf der Insel. Aber aufgrund unseres Durchnässungs- und Hungrigkeitsgrades gab es vor allem was zu Essen. Ein Glück war die Speisekarte recht groß.

Danach ging es fix ins Hotel und es gab noch einen Coktail per Zimmerservice und eine warme Dusche :)

Der nächste Morgen war nichtmal ansatzweise so sonnig wie am Samstag. Der Blick vom Balkon zeigt nur vollgelaufene Beete, Pfützen im Rassen und weiteren Regen.
Sogar das Vogelpaar schaute recht düster und ratlos drein

Die Wetterkarte in der Lobby versprach auch keine Besserung.

Der Versuch, das Wetter in der Strandbar schön zu trinken funktionierte auch nicht, stattdessen offenbarte sich das stürmische Temperament der Insel

Wohl klar, das bei solchem Wind auch die Wellen schäumen

Die beste Variante ist es, so ein Wetter einfach zu ignorieren und es sich anderweitig gut gehen zu lassen: Mit einer Fußmassage im Spa

Danach haben wir vom Taxci aus noch einen letzten Blick auf die Schönheit der Insel geworfen und sind heim geflogen.

Samstag, 19. Dezember 2009

Mangroventour

Nach dem heftigen Regen an der Bergstation, waren wir recht froh, daß sich der Regen etwas beruhigt hat, als wir unsere Mangroventour mit mehreren Zielen gestartet haben.

Wir hatten im Gegensatz zu dem Boot, daß ihr dort seht aber ein Dach oben drüber, so daß wir guter Hoffnung waren, das ganze hlabwegs trocken zu überstehen.
Das erste Ziel war eine Höhle, also ran an den Steg.

Und mit einer Taschenlampe gings dann direkt los um die Bewohner der Höhle zu fotografieren:

Mangroven sind übrigens Bäume, die in Salzwassergebieten wachsen können.

Das Gebiet ist in Langkawi relativ groß, und bei dem wetter oder um die Zeit war man dort streckenweise ziemlich alleine unterwegs. Gespenstische Treppen ins Nichts erinnerten da an alte Welten im Herrn der Ringe.
Andere Treppen wiederum führten sehr wohl wohin

und die wurden auch genutzt. Wenn ihr genau aufs Geländer achtet, seht ihr nämlich einen Affen, der da gerade spazieren geht. Der Rest der Familie saß etwas weiter weg auf einem Stein.

Je näher wir dem offenen Meer kamen, umso mehr Boote haben wir auch gesehen. Aber so kreativ wie folgendes waren die wenigsten:

Nächstes Ziel war übrigens eine Fischfarm. Das war jetzt weder extrem spektakulär noch irgendwie eklig. Immerhin durften wir wieder Rochen füttern.

Danach fing es wieder an, so richtig fies zu regnen, aber so richtig viel Chancen hatten wir nicht, also ab in die 15-Ringgit-Regencapes und weiter.

Nächster Punkt war durchaus idyllisch. Bei der Ankunft saßen die Seeadler mit eingezogenen Köpfen in den Baumkronen. Dann wurde mit dem Boardmotor ein wenig der Grund aufgewühlt und Hühnchenhaut zum Füttern ins Wasser geworfen. Und natürlich ließen sich die Seeadler nicht lange bitten

Schwer zu fotografieren war dieses interessante Spektakel aber trotzdem. Und allein die Anzahl war schon faszinierend.

Dann sind wir noch eine Weile hinaus aufs fast offene Meer gefahren. Bei gutem Wetter kann man von dort nämlich bis nach Thailand gucken. Für ein Foto davon hats bei dem Wetter leider nicht gereicht. Dafür gibt es ein Foto von dem Schuh des Manitu :)

Achso, und weil wir gerade bei Regenwetter, Rothäuten und Schuhen sind:

Dienstag, 15. Dezember 2009

Auf Regen folgt Sonnenschein

Und an diese Regel hat sich das Wetter auf Langkawi auch gehalten, und so sind wir ganz dem Plan der Entspannung folgend zum Kaffee direkt an den Strand gegangen.

Das heißt ich habe mich entweder im Wasser oder im Schatten versteckt. Und da es im Wasser 1. salzig und 2. nicht gaaaanz so sauber wie erhofft/gewünscht war, wurde im Pool ausgeplanscht.
Danach waren wir hungrig und haben uns direkt auf der anderen Straßenseite in ein schönes open air Restaurant gesetzt.

Und da gabs ganz lecker Steamboat - sogar zweigeteilt.
Ich würde es als fettarme Variante des Fondues beschreiben - Man kriegt eine Menge rohe Zutaten die man in die Brühe der Wahl schmeißen kann (ich mag die scharfe TomYum-Version) und dann durchgaren. Sehr lecker.

Nach Sonne auf dem Bauch, und lecker Essen im Bauch wollten wir uns dem Sightseeing zuwenden, also ab zur Bergstation vom Cable Car zur Sky Bridge mit angekündigt faszinierender Aussicht auf die Insel.
Aber dummerweise kommt nach Sonnenschein leider manchmal zu schnell auch wieder:

Regen :(
Und so hatten wir weder eine Aussicht von unten auf den Berg, noch eine Chance mit der Seilbahn zu fahren. Wir haben uns für Touristenshopping, noch einen Kaffee und einw enig rumbummeln entschieden.

WIr haben dann versucht an der anderen Seite der Insel mehr Glück zu haben, aber davon erzähl ich das nächste mal :)

Sonntag, 13. Dezember 2009

Du musst nur langsam genug gehen ...

Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.
Hat zumindest Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery gesagt, und wir hätten auf ihn hören sollen.

An einem schönen wolkigen Freitag Spätnachmittag im August haben wir uns aufgemacht, um hoch zwischen den Wolken nach Pulau Langkawi zu fliegen. Und der Wetter- und Zeitgott war uns hold, denn so einen schönen Sonnenuntargang erlebt man selten im Flugzeug

Unter uns das Meer und neben uns die Sonne und wenn man zur Landung ansetzt, ist es beruhigend, wenn plötzlich doch noch ein Streifchen Land auftaucht.

Da bei Ankunft im Hotel unser Zimmer noch nicht ganz fertig war haben wir uns vorerst an die Strandbar zurückgezogen, und während wir so einen Cocktail schlürften, fing es an mit regnen.

Ist ja auch kein Wunder, dass sich der Gekko im trocknen Dach verkriecht.
Und während wir noch einen Cocktail schlürften regnete es weiter und weiter und weiter, und auf einmal schienen sogar die Tausendfüßler in den Pfützen zu ertrinken.

Sogar der Frosch hat versucht, sich bei diesem Regen in der Baumritze zu verkriechen. Allerdings hat er sich dafür den Baum ausgesucht, von dem ich ganz krampfhaft versucht habe Abstand zu halten. Auch wenn man es auf dem Bild nicht so gut erkennt ...

hier brannte ehemals eine Lichterkette, die irgendwie den Geist aufgegeben hat und nun lustig die ganze Zeit vor sich hin schmurgelte und brutzelte und blitzte und funkte :)

Wir haben uns dann doch auf den nassen Weg gemacht und sind durch Pfützen gesprungen - Vielleicht hätten wir langsamer gehen sollen, um den Sonnenuntergang zurückzuholen

Endlich in unserem Zimmer angekommen. konnten wir direkt austesten, wer am besten ins Beistellbett passt.


Ratet mal, wer drin schlafen musste :)

Mittwoch, 9. September 2009

Jetzt fahrn wir übern See

Frühmorgens Punkt 7 Uhr waren wir an der Ablegestelle, denn 07:30 startet das Boot, und wegen High Season und auch sonstigen Äusserungen erwarteten wir großen Andrang und hatten Angst um unsere Sitzplätze - völlig unbegründet, wie sich herausstellte. Von den ca 70 Sitzplätzen waren ca 20 besetzt, was so ziemlich jedem müden Geist eine Bank zum Schlafen bot. Wenn man im Boot saß, war die Aussicht zwar da, aber nicht gerade Foto-freundlich (es sei denn man mag Sepia):

Aber man konnte durch die ständig geöffnete Tür auf das vordere Deck des Bootes und sich dort den Wind um die Nase wehen lassen und die Aussicht genießen.

Und was wir dann zu sehen bekommen haben, war doch recht vielfältig und teilweise gegensätzlich. Einerseits der dicht besiedelte Stadt- (oder sagt man hier Flußrand)

Und dann wiederum kurze Zeit später kleine Dörfer

Ich habe ziemlich viele Fotos geschossen auf der Fahrt, es war schwierig nur ein paar für den Blog rauszusuchen. Hier sind zum Beispiel noch Zeugen von Religion: einserseits (eher unerwartet) eine Moschee und dann nicht weit davon weg (wie erwartet) ein buddhistischer Tempel Tempel.

Der Fluß, den wir hochgefahren sind, war, wie bereits erwähnt, der Tonle Sap und auch dieses Boot kämpfte sich noch tapfer voran:

Ist mir egal, ob ihrs glaubt oder nicht, es hat sich bewegt und ist noch gefahren. Über die Ladung weiß ich leider nichts, aber sie war sicher sehr schwer :D

Die Landschaft habe ich als sehr vielseitig empfunden. Einmal schöne Berge weit entfernt

Dann wiederum kleine bewohnte Inseln ganz idyllisch mit Kühen

Das einzige was zwar nicht gleich blieb, aber immer da war, waren die Wolken

Leider mündet der Fluß nach ca 3h in den Tonle Sap See und die schöne Landschaft verwandelte sich in einen dünnen Streifen irgendwo am Horizont.

Ich habe mir dann noch eine Weile den immer stärker werdenden Wind um die Nase wehen lassen und bin dann auch zu einem Mittagsschläfchen ins Boot zurückgekrochen.

Und als ich dann wegen ungewohnten Trubels aufwachte, musste ich fix meine Siebensachen zusammen suchen, denn wir waren schon an der Anlegestelle. Drei der vielen TukTuks waren übrigens bereits von Phnom Penh für uns reserviert.

Und noch eine kleine Festellung: Wenn ihr mal die Fotos oben genau betrachtet - es gab keine Minute Sonnenschein, aber die Zeit die ich auf dem Deck verbracht habe (mit langem T-Shirt wegen dem Wind), haben Hals und Gesicht rot und den Gesichtsausdruck entsprechend deppert werden lassen :)

PS: Ihr könnt mich jetzt für total verrückt halten, aber Bluegrass & Gospel passte total gut zu meiner Stimmung auf der Fahrt - entspannend, meditativ und Wem-oder-was-auch-immer schrecklich dankbar für soviel Schönheit!
Wer errät, welches Album ich ziemlich genau 4mal hintereinander gehört habe, kriegt ein Lolli :)

Montag, 24. August 2009

Ich Schussel

Nu hab ich doch gestern glatt vergessen, das schönste Foto der Heimfahrt zu posten. Schaut mal, was wir für einen schönen Sonnenuntergang hatten:

Und da das nicht das Einzige ist, was ich gestern bzw. heute nicht auf die Reihe gekriegt habe, verkrieche ich mich jetzt einfach aufs Sofa mit einem guten Film.

Dienstag, 16. Juni 2009

Rettender Regen

Am Sonntag nachmittag hat es geregnet. Grund für ein bisschen Wetterreportage und den Aufreger der Woche:

Regnen tut es momentan nicht so häufig. Meistens ist es warm, oder besser heiß, super schwül und ewas stickig. Als ich im April ankam, war fast jeden Tag Regen angesagt, spätestens aber jeden 2ten. Dann kam ein kurzer klärender Schauer von unterschiedlicher Heftigkeit, nachdem es manchmal noch schwüler war als vorher. Das Wasser verdunstet ja schneller wieder, als es runterfällt.

Momentan regnet es maximal einmal die Woche. Und dann wird es von mir immer als große Erlösung angesehen. Der Regen am Sonntag war sooo ein schöner, vormittags schien noch die Sonne und schwuppdiwuppdi waren alle Wolken da und eine Sturzflut kam vom Himmel. Wohl dem, der dieses Schauspiel vom Balkon aus geniessen darf :)

Ich habe schon mehrfach versucht, das zu fotografieren. So richtig gut geht das nicht. Ich denke aber, man sieht die großen Blasen am Boden, die Pfützen wachsen schnell. Beeindruckender ist vielleicht, wie das Regenwasser vom Dach runtergestürzt kommt. Regenrinnen machen da eh kaum Sinn, gibt es aber auch.

Bezeichnend sind eventuell auch die Gullideckel. Da bleibt man nicht nur mit Stöckelschuhen drinnen stecken - in Deutschland würden die sicher vom TÜV verboten werden :)

Warum der Regen momentan aber umso erwähnenswerter/klärend ist: Im Moment stinkt es zum Himmel. Seit mindestens einer Woche verdichtet sich die Dunstglocke an Malaysias Westküste immer mehr. Als die Malaysier anfingen, Horrorgeschichten von Brandrodungen in Indonesien zu erzählen, habe ich das anfangs nicht so ganz glauben wollen. Aber man muss wirklich zugeben, dass ein leichter Kokelgeruch in der Luft liegt und das ist doch wirklich Wahnsinn, oder? In den Nachrichten wird von über 1200 "Hot Spots" geredet. ca 1/10 davon auch in Malaysia selber. Fast unglaublich viele, oder? In anderen (glaubwürdigen) Berichten sind es übrigens wesentlich weniger Hot Spots, aber trotzdem nicht weniger dramatisch.

Ich will wieder klaren Sonnenschein!