Montag, 27. April 2009

Blau, blau, blau sind alle meine Kleider

Letztes Wochenende waren wir entspannt Richtung Küste unterwegs. Angefangen hat das mit einem Ausflug nach Shah Alam - Das ist die Bundeshauptstadt von Selangor, eine konstruierte Stadt, wie es der mehreren gibt hier (zum Beispiel Cyberjaya). Sha Alam ist ziemlich muslimisch, und hat eine riesige blaue Moschee mit den zweithöchsten Minaretten der Welt, und davon gleich 4 :)

Diese Moschee darf besucht werden, das Angebot haben wir natürlich genutzt. Also haben wir Mädels bei strahlendem Sonnenschein unsere Oberarme bedeckt und ein Tuch umgewickelt, aber die Kleiderordnung wurde trotzdem nicht erfüllt.

Zum Glück gibt es Visitor-Kleidung, und den Anblick gönne ich Euch mal.

Natürlich muss man die Schuhe draussen lassen, und weil dort viele Leute reinpassen und man im Schuhhaufen sonst nix findet, gibt es halt Garderobenständer :)

Danach sind wir einmal rumspaziert und haben Fotos gemacht.

In den Haupt-Betraum darf man nicht hinein, und fotografieren ist dort auch untersagt. Aber grundsätzlich gibt es dort einfach viel Platz, weichen Teppich und schöne Fenster.

In der unteren Etage war übrigens gerade eine Lehrstunde oder so etwas. Die war hauptsächlich von Frauen besucht, die kommen, knipsen sich einen Ventilator an und setzen sich auf dem Boden in die Lesung. Das habe ich mir aber auch nicht getraut zu fotografieren. Also für meinen Teil kann ich sagen, dass man sich dort wie auf rohen Eiern fühlt - irgendwie ehrfürchtig und ständig in der Angst, sich fürchterlich danebenzubenehmen. Auch albern, oder?

Ansonsten lagen/saßen in den Gängen ein paar Leute rum, und ein paar Verkaufsstände für die Moslem-getreue Kleidung/Souvenirs gabs auch. Katze und Kinder waren übrigens nicht verkäuflich :)

Samstag, 25. April 2009

National Monument

Guten Morgäääähn - ich hoffe ihr wisst zu schätzen, dass ich an einem Samstag 08:30 aufstehe, um Euch einen Eintrag zu schreiben, bevor es auf die nächste Erkundungstour geht. Aber das ich Euch heute noch etwas vom Ausflug am ersten Samstag nachreiche (und den dann immer noch nicht abgearbeitet habe), macht Euch sicher klar, wie sehr ich im Rückstand bin.

Beim ersten KL-trip stand das National Monument mit auf dem Programm. Das ist eine Gedenkstätte nördlich der Lake Gardens neben dem asiatischen Sculpture-Park:

Die Lake Gardens sind alleine schon toll - da gibt es noch eine Menge kleine Unterparks, wie zum Beispiel Butterfly, Orchid, Bird, von denen einige noch auf dem Programm stehen. Na jedenfalls ist allein das satte grün und die Skulpturen der Besuch wert. Wenn man aus Süden kommt, sucht man allerdings eine Wweile nach dem Eingang (ihr erinnert Euch an die Geschichte mit der Gerade und dem kürzesten Weg?).

Das National Monument ist den Opfern von Weltkriegen und Befreiungskämpfen gewidmet.

Dementsprechend heroisch ist es natürlich auch - alles ist dazu schön eingebettet in Wasser und Springbrunnen.

Eine kleine Pergolas ist übrigens noch da, die alles umrundet und Platz für Gedenk- oder Widmungstafel bietet. Komischerweise an der Decke, aber so ist es platzsparend und man trampelt nicht drauf rum.

Das Muster, das man dort findet fand ich übrigens auch sehr hübsch und hat mich an die Märchen aus tausend und einer Nacht erinnert, deswegen muss dieses Foto auch noch rein:

So, und wenn ihr noch mehr wissen wollt, dann lest doch selber nach, steht ja extra in zwei Sprachen da :P

Donnerstag, 23. April 2009

Kurze Wege, Lange Wege

Heut war ein schöner und erfolgreicher Tag. Die Arbeit nimmt erste Formen an, dann war ich 1000m im Pool und danach waren wir sehr lecker beim Italiener essen. Ist jetzt nicht gerade local food, aber trotzdem sehr lecker: Linguini und Seafood.

Aber eigentlich wollte ich Euch über den malaysischen Verkehr informieren. Wenn wir nach KL reinwollen, tun wir das meist mit dem KLIA-Ekspress, der fährt ja eigentlich direkt durchs Appartement, aber die nächste Haltestelle ist 1,4 km weit weg. Für malaysische Wetter-Verhältnisse echt viel, zumal es keine gescheiten Fußweg dorthin gibt. Also nimmt man ein Shuttlebus oder ein Teksi. Und auch wenn man das Gefühl hat, die wollen einen abzocken, die können nicht anders:

Größere Kartenansicht
So werden aus 1,4km sehr schnell mal 6,2.
Und dieses Gefühl habe ich nicht nur auf diese Strecke. Wenn man nach KL reinfährt oder durch KL durch, ist man oft seitlich geneigt, weil man gerade irgendwelche Abfahrten bzw. Auffahrten in Autobahnkreuzen hinter sich bringt. Anfangs zum selber fahren sicher sehr ungewohnt.

Man kann es zusammenfassend so sagen: Die malaysischste Verbindung zwischen zwei Punkten ist garantiert keine Gerade :)

Montag, 20. April 2009

Danke

Ich muss mal ein kleines Wörtchen in eigener Sache dazwischen schieben.
Abgesehen von der wenigen Zeit, die mir zum Bloggen bleibt, bin ich jedes Mal total begeistert, wenn ich eine Antwort/Reaktion/Kommentar auf meinen Blog bekomme.
Es tut mir leid, dass ich die nicht alle einzeln beantworten kann.
Aber ich versichere hoch und heilig, dass ich mich sehr freue und froh und stolz bin auf die Rückmeldungen (und deren Häufigkeit), die ich (egal in welcher Weise) erhalte. Diese Art Kontakt nach Hause finde ich faszinierend, und ich hoffe dass sich das länger als den ersten Monat hält. :)

So - stay tuned! :)

Fraser's Hill

Nach einem ereignisreichen Wochenende, habe ich heute abend mal wieder Zeit, etwas zu erzählen. Momentan sitzen wir alle am w-lan befluteten Aufenthaltsbereich "near to the Pool" :) Ich trinke dabei einen trockenen Cinzano, schnurpse Rice Crackers und geniesse die Hitze. Kann mal bitte noch jemand etwas kühlen Wind einschalten?

Am Sonntag waren wir auf/in Frasers Hill.
Das ist ca. 100km nordöstlich von KL, kurz hinter der Grenze vom Bundesstaat Selangor. Die Fahrt dorthin ist schon lustig, irgendwann gehen nämlich die Serpentinen los. Unser Fahrer (danke, J.) wusste um meinen empfindlichen Automagen und ist durchaus Berg-erprobt und hat die Sache hervorragend gemacht - ich hatte zumindest kaum Probleme (trotz Party bis 4am am Samstag). Schön war direkt bei etwas Höhe: bessere Luft, also Klimaanlage und Autoradio aus und Fenster auf - ein Dschungelgezirp durchdrang sofort die Stille im Auto und alle schauten ganz gebannt in die Gegend.
Einmal haben wir dann zum Durchatmen und Gegend geniessen angehalten, und das sogar gut getimet. Dort war direkt ein Wasserfall und wir sind etwas rumspaziert und haben Klima und Gewächs genossen.
Die letzten 7 Kilometer gibt es dann nur noch eine Einbahnstrasse ... also geht es zu geraden Stunden nur abwärts (letzte Abfahrt 20 vor um) und die ungeraden aufwärts. Und wenn man da oben ist, bereut man es nicht.

Ich weiss jetzt nicht, wie man die Flora dort am besten beschreiben soll ... Ein Farn wird dort locker 3m hoch, und wenn man endlich weiss, warum die Monstera Monstera heisst, dann ist das durchaus ehrfurchterregend. oben auf dem Berg gab es früher mal eine Bergstation und entsprechend kolonial ist dort oben alles aufgebaut/gepflegt/eingerichtet

Aber natürlich darf die Minarett plus angehängter Moschee nicht fehlen, und weil die in dem kleinen Örtchen etwas kleiner ausfällt, weiss ich jetzt auch, woher der Muezzin seine kräftige Stimme hat:

Na jedenfalls waren wir dann schön wandern. Da oben sind einige Trails angelegt, und 3 davon sind wir gelaufen. Der erste war Hemmant Trail

Der war für 45-60 minuten ausgeschriebn, ca 500m lang und nach 15 mins erledigt :) Die Wege sind gut ausgebaut, meistens ist man nur so langsam, weil man ständig durch die Gegend gucken und staunen muss.
Danach ging es noch über den Bishop Trail, der war echt schön, und der wurde zum Beispiel auch von einem wandernden Ameisenstamm ausgiebig genutzt:

Bishops Trail war ca 1,5km und echt der schönste und durchaus auch mit klettern, springen und ziehen verbunden und einigen spannenden Tieren verziert, die ich alleine sicher auch übersehen hätte.
Wir sind dann eine weile durchs Dorf und um den Golfplatz gewandert und haben auf der Terasse von einem kleinen Restaurant gegessen. Auf jeden Fall war es ein wunderschöner Ausflug bei angenehmen Klima.
Die Wettfahrt Berg runter haben wir auch gut überstanden, und da wir eh durch KL mussten, haben wir mal wieder am Hakka gehalten, lecker zu Abend gegessen und deswegen gibt es das Hakka-Twin-Towers-Foto heute mal in fast-scharf (dafür körnig) und in der Dämmerung kurz nach Licht einschalten um 19:24:

Donnerstag, 16. April 2009

Knusper Knusper Knäuschen

... wer knuspert an meinem Häuschen?

Na gut, geknuspert wird heute nicht mehr, aber als ich gestern vom DoKo am Pool wiederkam (mit französischen Karten :() haben alle meine Jungs brav vor der Wohnungstür auf mich gewartet und mir ist es glatt gelungen, mal ein Foto zu machen:

Normalerweise rennen sie weg wie kleine ertappte Jungs bei der Klingelrutsche ... und rennen können sie echt fix. Die ersten 3 Tage war ich immer ziemlich erschrocken, aber anscheinend haben wir uns inzwischen gegenseitig aneinander gewöhnt. Jetzt hängen sie sogar freiwillig Model:

Mittwoch, 15. April 2009

Cool Dog

Die Geschichte, die ich Euch erzählen möchte, spielte am Ostersamstag, aber ich muss schon eine Woche vorher beginnen.

Bei unserem ersten KL-Ausflug landeten wir abends noch auf einem "night market", auf dem es viele verschiedene exotische Früchte gab. Recht berühmt-berüchtigt ist die Durian, gerne auch Stinkfrucht genannt. Aber ein echter Indianer kennt keinen Schmerz, also wurden für die Gruppe zwei Stück gekauft (vom Verkäufer auf der Stelle fachmännisch zerlegt) und kräftig drauf los probiert.
Interessant war, das beide recht unterschiedliche Färbungen hatten, ich denke das entspricht dem Reifegrad. Egal - die erste war gelblich und war ... nahja. RH hat das sehr passend mit "Stinkt wie Tankstelle und schmeckt wie Tankstelle" umschrieben.
Die zweite Frucht war viel heller, ich denke cremeweiß trifft es ganz gut. Sie stank vielleicht auch wie Tankstelle, schmeckte aber eher wie cremiges Kokos kurz vorm Angammeln ... hmm, nahja halt nicht ganz so schlimm. Nochmal bestellen würd ichs mir trotzdem nicht. Vor allem muss man den ganzen Abend davon aufstoßen - das ist ja bei Paprika schon unangenehm, aber bei Tankstelle :(

Na jedenfalls waren wir letzten Samstag gut am Sightseeing und warteten auf den Hop-Off-Sightseeingbus (mehr dazu später mal). Da stand so ein kleines Eiswägelchen neben uns, an dem auch Hot-Dog-Brötchen hingen. Logische Schlußfolgerung der unerfahrenen Touristen, als die wir noch durchgehen: Ui, HotDog - njammi :)
Also haben wir flugs zwei bestellt und schneller als wir gucken konnten war unser Brötchen beladen:

Richtig - wir hatten Eis im Brötchen! Nunja, man wundert sich kurz, aber bei 30°C kann man auch gerne mal ein Eis statt eines Hot Dogs vertragen. Die angebotenen Farben waren gelb, braun und violett - eindeutig Vanille, Schoko und evtl Heidelbeere. Aber glaubt mir - die Geschichte wäre nur halb so erzählenswert, wenns so einfach wäre.

Das gelbe Eis wurde mit einem großen Schlecker in den Mund transportiert, und ca 20 ms später sendeten alle Rezeptoren in großer Leuchtschrift D U R I A N ans Hirn (und 3 Sekunden später an AG, aber der wollte ja selber nochmal testen ;)). Na jedenfalls habe ich den Happen grad noch so hintergekriegt, und dann auch versucht mit dem violetten Eis zu neutralisieren, aber Tankstelle spült sich leider nicht so leicht aus der Mundhöhle. Wir haben uns also vorsichtig davongestohlen und das Eis unauffällig entsorgt.

Später am Tag haben wir uns übrigens noch richtige Hot Dogs gegönnt (natürlich mit Halal-Beef-Würstchen):

Das ist ein Deutsch Doodle Dang von 1901. Das gelbe Gespritze an der Seite ist übrigens keine Mayo, sondern schlecht gesalzenes Kartoffelpüree, die roten Krümel oben drauf Chili - Aber geschmeckt hats! :)

Montag, 13. April 2009

Ostersonntag in Chinatown

Inzwischen ist Ostermontag, 19:54 und ich habe bereits den Arbeitstag und Abendbrot hinter mir (es gab lecker Braised Yee Mee).
Trotzdem ist in Deutschland gerade Mittagszeit vorbei und ihr wahrscheinlich schön am Entspannen vom langen Wochenende.

Ostern gibt es hier nicht, also war ich Karfreitag arbeiten, aber das Wochenende haben wir wieder für Sightseeing in KL genutzt. Am Ostersonntag sind wir ganz wie Faust aber ohne Pudel erst bei strahlendem Sonnenschein um den Titiwangsa geschlendert und dann nach Chinatown rein. Das ist wohl in jeder Stadt der Welt gleich: es gibt ein großes Eingangstor zur Haupt-Einkaufsmeile

und ausserdem viele Stände, Shops etc in den Straßen drumrum:

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass es wie immer ist: Das was man sucht (eine Nachttischlampe), findet man nicht (auf Anhieb), aber dafür laufen einem die erstaunlichsten Sachen über den Weg:

Ja, bitte nochmal Augenreiben: Das ist ein Weihnachtsbaum! Und dadrüber hängen sogar Schneekristalle. Ooookaaayyyy, die Weihnachtskugeln sind megakitschige Stoffblüten und ähm ... halt ... Es war doch Ostern, oder?

Egal, nach gefühlten 250km Armbanduhrenständen, Louis-Vuitton-Täschchen und echt markenreinen Handys oder DVDs und sehr interessanten Kaufhäusern habe ich mich doch für eine durchaus brauchbare und hübsche Nachttischlampe entschieden. Der Trend des "Abends im Bett lesen" scheint in Malaysia nicht sehr verbreitet zu sein - zumindest wenn man dem wenig reichhaltigen Angebot an akzeptablen Nachttischlampen glauben soll. Und die Tatsache, dass an meiner Lampe ein amerikanischer Stecker dran war, ist auch eher verwirrend. Gott sei Dank habe ich genügend all-inclusive-Reisestecker dabei.

Und dann habe ich doch noch ein bisschen Ostern in Form von Kitsch-Aufbewahrungs-Eiern gefunden:

PS: Lieber Matthias, der Lindt-Hase hat heute im Büro zusammen mit den Kollegen hervorragend geschmeckt und zusammen mit extra-braunen gekochten Eiern war es fast ein kleines Fest.
PPS: Ich geh jetzt noch zum Pool :P

Freitag, 10. April 2009

Schon eine Woche

Heute vor einer Woche bin ich hier angekommen. An dem Tag (besser gesagt Nacht, es ist schon wieder 1 Uhr durch) war ich um die Zeit noch putzmunter und im Pool. Jetzt, hier und heute bin ich ein bisschen müde, und das Wissen, dass der Wecker morgen um 7 wieder klingelt, machts auch nicht besser.
Der Pool wird inzwischen nicht mehr jeden Tag besucht, und heute abend hatte ich nach einem hervorragenden viele-Gänge-Menü beim Chinesen (es gab einen Geburtstag zu feiern) eine sehr angenehme Skatrunde.

Die erste Woche war ziemlich spannend.
Ich habe schon einiges gesehen (und Euch noch nicht alles davon gezeigt) aber immer noch viel vor.
Die Arbeit ist eine Herausforderung und die Kollegen sind allesamt sehr nett. Ich lerne viel, staune und merke auch, viel beitragen zu können. Zum Fremdeln, Zögern und langweilen ist eindeutig zu viel zu tun.
Ich bin eigentlich kaum zu Hause in meinen kleinen 4 Wänden, und das ist auch gut so.

Zu Essen hatte ich wohl so ziemlich alles mindestens einmal - japanisch, chinesisch, malayisch, indisch, thai - ich warte auf den Moment, wo mir das erste mal die Bratwurst fehlt (und dafür gibt es auch deutsche Restaurants). Und zum Essen gibt es sogar gut trinkbares Bier. In der Regel ist das genauso bis doppelt so teuer wie das Essen.

Und damit ihr hier nicht ganz auf dem Trockenen sitzt, zeige ich Euch ein "misslungenes" Foto von Samstag Nacht:

Das war ganz ehrlich meine Aussicht ohne Verrenkungen beim Abendessen im Hakka.
Aeh Draum!

Mittwoch, 8. April 2009

Guten Morgen

So langsam komme ich in der Zeitzone an. Zumindest war ich gestern zu halbwegs normaler Zeit müde, im Bett und heute früh den Umständen entsprechend ausgeschlafen. Zumindest wenn mal als eingefleischter Morgenmuffel davon reden kann. Und wenn man beim Augenaufmachen, direkt auf diesen Sonnenaufgang guckt, dann steigt die Laune doch direkt:

Jetzt aber an die Arbeit!
Nachtrag: Es ist noch anzufügen, dass die Sonnenaufgänge und -untergänge hier eher eine schnelle Angelegenheit sind. Es dauert ca 15 min, dann ist die Dämmerung durch. Und das immer zwischen 07:00-07:30, egal ob AM or PM :)

Dienstag, 7. April 2009

Von Tempel zu Tempel

Am Samstag waren wir auf Sight-Seeing-Tour in und um Kuala Lumpur mitsamt fachkundiger Begleitung. Wir haben dabei echt viele Sachen zu Gesicht bekommen, aber heute will ich vor allem 2 davon vorstellen - die Tempel

Der erste besuchte Tempel war ein chinesischer. Er heisst Thean Hou und ist auf einem Berg unweit des Königs-Palastes gelegen.

Innendrinnen standen Blumen, hingen sehr viele Lampions, aus großen Lautsprechern quoll Dudeldei-Musik und Räucherkerzen vor der Treppe verdeckten den Geruch der Schühchen die man ausziehen muss, bevor man den Tempel betritt ;)
Nee, im Ernst - es war alles ziemlich, wie man es sich vorstellt oder aus Filmen kennt, nur eben in echt. Die Haupt-Statuen innendrinnen waren dann aber doch größer als von mir erwartet und deren Farbpracht wurde in ein sattes Gold getaucht.

Danach mussten wir unbedingt Tou Fah probieren. Das ist Sojabohnen-Pudding - warm und glibbrig serviert mit Zuckersoße oben drüber. Liess sich schon zur Hälfte essen, aber so richtig glücklich werd ich mit dem Soja-Geschmack vorerst nicht. Und dann in der warmen Mittagssonne einen warmen Pudding ... das ist auch nicht so ganz das Wahre.

Danach gings zur nächsten Religion und wir sind direkt zu Batu Cave (eng, melayu) gefahren.

Richtig, das da links sind Stufen, und die muss man alle rauf, wenn man rein will. Fahrstuhl habe ich keinen gesehen, aber diese 272 Treppelchen schafft man schon, und vor allem lohnt es sich! Man wird zwar erst von gelben Würgeschlangen empfangen, mit denen man sich fotografieren lassen kann (aber nicht muss! *schüttel*), aber dann kommt man in eine riesige Höhle mit lauter Tropfsteinen und kleinen Schreinen, die überall verteilt sind. Und wenn man wieder Treppen runtergeht, um dann wieder Treppen hochzugehen, steht man auf einmal wieder im Freien.


Insgesamt fand ich diese Stimmung sehr beruhigend, wahrscheinlich weil das Ganze doch sehr einer Yoga-Stunde entsprach: Erst körperliche Anstrengung und dann meditative Entspannung.
Und die Aussicht beim runtergehen war auch Spitze.

Leider musste man zu sehr darauf achten, auf den engen Stufen nicht auf von Affen verworfenen Bananenschalen auszurutschen. Einen Affen habe ich allerdings nicht gesehen.

Unten wurden wir dann übrigens mit leckerem indischen Essen vom Bananablatt belohnt. Die Preise hier sind eine Unverschämtheit - spottbillig und super lecker Zeugs. So wird das nie was mit dem Abnehmen. Und ich trau mir nur leider nie, das Essen zu fotografieren :)

Montag, 6. April 2009

Die Unterkunft

Das Wochenende ist vorbei, und so langsam glaube ich, dass das kein Jetlag is, was mich jeden Abend bis mindestens 2 wachhält. Viel mehr ist es viel zu warm, um eher müde zu werden :)
Das erste Wochenende ist jetzt zumindest erfolgreich geschafft und ich habe schon extrem viel gesehen/erlebt.

Heute will ich trotzdem nur kurz von der Unterkunft erzählen. Wir haben Appartements, die zu einer Hotelanlage gehören. Mein Zimmer an sich ist recht klein und bietet noch nicht genügend Spiddelfläche. Das Bett ist riesig, der Schreibtisch winzig. Der Schrank ist riesig, aber Regalfächer sind nicht drin. Nachtschränkchen habe ich 2, aber so richtig viel passt da auch nicht rein. Heisst eigentlich: wenn ich mal etwas rumliegen lasse, ist es sofort unordentlich :) Der Wohn- & Küchenbereich ist dafür riesig. Wird sich schon zeigen, wo man mehr Zeit verbringt.

Und draußen - nun ja - das ist schon idyllisch. Die Umgebung ist sehr ruhig, die große Strasse ist eigentlich wenig befahren.
Unsere Appartements sind da, wo es vorne gleich rechts reingeht, aber eher weiter hinten drin.

Hinten die Brücke, darüber fährt regelmäßig in kurzen Abständen der bereits erwähnte KLIA-Ekspress, leider ist die Haltestelle nicht gerade in Laufnähe. Die Vegetation ist spitze - der liebe Petrus giesst ja auch fast täglich. Vor den Häusern sieht das dann so aus:

Angeblich gibt es sogar Kobras in den Büschen. Bisher habe ich nur Katzen gesehen. Die sind viel kleiner, als ich gewohnt bin, und meist haben sie kaputte Schwänze.
An den Häuserwänden kleben abends immer Gekkos :) Am Anfang hab ich mich sehr erschrocken, weil die so schnell wegrennen, aber inzwischen hab ich mich schon an die gewöhnt.

Einen Pool gibt es auch. Der ist echt toll, und vor allem ziemlich lang - locker 25m.

Bis jetzt war ich auch jeden Tag drinnen, so richtig viel zum Schwimmen kommt man aber nicht. Zu viel Ablenkung von den Kollegen :)

Samstag, 4. April 2009

Gut gelandet

Wer sich 18:00 Uhr auf losmacht und am nächsten Tag 18:00 Uhr ankommt, ist noch lange nicht 24 Stunden unterwegs :)

Momentan ist es 01:36, und ich bin mir nicht sicher, ob mich der Jetlag wachhält, oder der Krach der Grillen und das komische Knacken aus der Wand. Vom KLIA-Ekspres, der regelmäßig durch an unserem Appartement vorbeifährt mal ganz zu schweigen.

Egal ... Erstmal der Flug. Es ging von Leipzig über Frankfurt & Singapore nach Kuala Lumpur. Der Langstreckenflug war Gott sei Dank bequemer als erwartet. Obwohl wir Mittelpätze in der Mittelreihe hatten (wo sonst?), ist mein direkter Gang-Nachbar nicht erschienen, so dass ich mir mit einer Kollegin 3 Plätze teilen konnte. Das hat den Flug und die Beinverknotung sehr entspannt.
Das Unterhaltungs-Programm eher nicht. Auf dem Mini-Monitor in 5m Entfernung lief "Marley & Me". In Groß wär der Film aber auch nicht besser gewesen. Danach konnte ich aber zumindest gut schlafen. Und dann gabs fast schon Frühstück und Landung und viel Spaß in Singapore am Flughafen.

Wir sind nämlich etwas knapp für unseren Anschlußflieger gelandet, so dass man uns extra ein Transportwägelchen (Elektroautos - sehr löblich) geschickt hat, dass uns mit Hup-Hup und Tam-Tam in rasender Schrittgeschwindigkeit von E-irgendwas zu F34 gefahren hat. Dort noch gut in der Zeit liegend haben wir also den Sicherheitscheck gemacht und beim Boarding sagt man uns doch, dass sie es leider nicht schaffen, das Gepäck an Board zu bringen, wir müssen einen Flug später nehmen. Ich hielt es erst für einen Scherz, aber dazu neigen Flughafenangestellte nicht.
Wir also mit der selben Airport-Car-Dame zum Service-Schalter F, um uns umbuchen zu lassen. Als wir mit neuem Ticket anfangen, zum Gate zu schlendern fällt uns auf: Häh, das ist doch der gleiche Flug? Etwas Verwirrung, zweimal nachfragen, aber es scheint richtig zu sein. Gott seid dank wußte das die Car-Dame der Wahl anscheinend schon und hat uns wieder gefahren.
Und dann - Singapore Airlines :) Liebe Lufthansa! Unter Beinfreiheit verstehe ich sowas:

Nicht wie in Ihren Quetschreihen, wo mit nur einem Buch im Kängeruh-Beutel bereits jegliche Bewegungsfreiheit für mein Knie futsch war! Ach und übrigens, das ist ein Multimedia-Center, und ja, das kann man auch in Economy an jedem Platz haben:

(Und das Gepäck hat es übrigens auch bei allen geschafft.)

Und zum Abschluß für heute habe ich noch einen kleinen Eindruck von Singapur:

Mittwoch, 1. April 2009

Today is the Day

Heute wirds ernst.
Die Taschen sind nahezu fertig gepackt.
Der Adrenalinspiegel steigt.
Abschied ist echt fies!

Ich melde mich, wenn ich wohlbehalten gelandet bin und dann gibt es hier hoffentlich viele tolle Sachen zu lesen :)