Samstag, 31. Oktober 2009

Sentosa

In Singapur gibt es nicht nur einen Vergnügungspark, da gibt es eine ganze Vergnügungsinsel: Sentosa
Wir haben uns für den Luftweg dorthin entschieden, was aber nur bedeutet, dass wir auf den Mount Faber gefahren sind und von dort per Seilbahn gefahren sind.
Das Besorgen der Seilbahntickets war übrigens eine Kunst für sich, man kann nämlich gleich ganze Tickets für die Vergnügungsangebote auf der Insel mitbuchen und dann muss man entscheiden, ob man eine gläserner-Boden-Kabine will - wollten wir nicht, und dafür bin ich dankbar.

Ganz ehrlich, ich kenne Seilbahnen ja zur Genüge von Skiurlauben, aber irgendwie fühlt sich das nie sooo komisch an. Man hatte aber (abgesehen vom diesigen Wetter) einen tollen Blick auf die Skyline.

Und irgendwann in 2 Jahren hat man sicher auch einen schönen Blick in die Universal Studios.

Wir hatten übrigens die Pink Dolphin Show gebucht. Die ging ca 30-40 Minuten, und wurde eröffnet mit einer Erklärung, wo so ein Delphin Flosse, Bauch, Auge oder Atemorgan hat.

Dann wurden einige Kunststückchen gezeigt

und zum Schluß etwas Fußball gespielt.

Ich fand die Show ganz angenehm, es war nicht so übertriebenes Gehupse und Gemache, wie man es aus manchen Show-Berichten im Fernsehen kennt, und die Anlage war sehr naturbelassen in einer Bucht eingebaut, also echtes Meerwasser. Und im nahenden Sonnenuntergang sah das wirklich toll und friedlich aus:


Da zum Pink Dolphin Ticket der Eintritt zur Unterwater-World kostenlos war, sind wir dort anschließend auch noch hin. Und was soll ich sagen: direkt am Anfang gab es kleine Fischhäppchen und man konnte dort verschiedene Rochenarten füttern:

Es hat sich also allein deswegen gelohnt, denn ich war ja eh schon seit dem KLCC-Aquarium in diese Tiere verliebt, aber wisst ihr, wie weich sich deren Haut anfühlt? Ganz kuschelig samtig toll!
Ansonsten fand ich es ingesamt gut, aber nicht ganz so toll, wie im KLCC, aber es gab doch ein paar Sachen, die ich Euch von dort zeigen will. Zum Beispiel Herrn Octopus

Und sie hatten ein wunderschönes Quallenbecken, das sich sogar farblich veränderte und damit die Quallen in immer anderen Farben leuchteten.

Und eine wunderschöne Seekuh (die sich nur schwer im Foto festhalten ließ)

Und der größte Rochen dort, scheint gewusst zu haben, wie sehr ich ihn mag, denn er kam zu mir geschwommen und legte sich direkt über mir auf die Tunnelscheibe. Jetzt habe ich zwar scharfe Fotos, aber er war so nah, daß man mit den Aufnahmen Puzzlen muss :)

Danach war es auch schon ziemlich dunkel und wir sind noch etwas über Sentosa und um Merlion gestreift, bevor wir zurück zur Hauptinsel sind - diesmal aber mit der Monorail

Dienstag, 27. Oktober 2009

Spaß am Dienstag

Von Singapur sind noch eine Menge Geschichten offen, und weil heute Dienstag ist und ich früher Spaß am Dienstag geliebt habe, mach ich Euch heute die Zini :)

KL ist ja im Vergleich zu Bangkok schon eine richtig angenehm riechende Stadt mit extrem viel Platz, sauberen Strassen, und viel Grün. Aber Singapur nochmal dagegen ist eine Wohltat: Weiße Häuser, große Parkflächen, viel Grün und alles hervorragend gepflegt. Sogar der Fluß wird (auch am Wochenende) von Müll befreit

Und auch ansonsten legt man viel Wert auf Anstand und ordentliches Verhalten. Zum Beispiel fährt man nicht einfach mit dem Fahrrad oder gar dem Moped über den Schlenderweg neben dem Fluß und erst recht nicht durch die Unterführung.

Ganz ehrlich, bei 500€ Strafe würde ich mir auch genau überlegen, ob ich dagegen verstoße. Da ist mir der deutsche Gebührenkatalog doch wesentlich sympathischer.
Ich denke, da wird sogar England neidisch :)
Und während mein interessantester Automat in England ein Kondomautomat in einem Pub war (Ganz ehrlich - Kondome mit Biergeschmack, ich habe eins mitgebracht - damals 1996!) ist dieser wohl auch sehr nett:

Direkt daneben gab es kostenlose Postkarten. Auch wenn dieses Foto suggeriert, dass in Singapur Postkarten fliegen, will ich (bzw. die Karte) nur aufzeigenm wie stark eine Perspektivänderung das Gesamtbild ändert ... schöne Spielerei.


Und falls ihr doch Zweifel habt, ob ich wirklich in Singapur war - ich hatte sie auch bisweilen:


Ich hätte Euch beinah ein Souvenir mitgebracht:

Freitag, 23. Oktober 2009

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Da Singapur der kleinste Staat Südostasiens ist, und trotzdem einer Menge Einwohner und Touristen Unterkunft bietet, ist natürlich eine Bootsfahrt auf dem Singapore River landschaftlich nicht so interessant wie in Kambodscha (Erinnert ihr Euch? Ich sehr gerne!). Aber das wußte ich damals ja noch nicht, immerhin war ich erst ein Monat später in Kambodscha. Und architektonisch ist Singapur klar im Vorteil :)

Los ging es in einem Boot, dass optisch & touristisch schon einiges mehr hermachte als Kambodschas Speedboot.

Und dann geht es vorbei an hohen Häusern

mit interessanten Fahrstühlen

Dazwischen kleinere Erinnerungen an zu Hause (Seht ihr den Bayer-Schriftzug?) hinter dem Boat Quay im Vordergrund

Und wieder hohe Häuser

Aber ich will Euch ja nicht nur mit Hoshauchfotos quälen.

Wenn man übrigens lange genug fährt, kommt ja jeder noch so kleine Fluss im Meer an, und in Singapur ist das kein sehr langer Weg. Man fährt also in die Marina Bay und hat einen fantastischen Blick auf die Skyline mitsamt des wasserspeienden Merlions

Merlion ist das Wahrzeichen Singapurs und eine Kreuzung aus Meerjungfrau und Löwe :) Von einigen Malaysiern auch liebevoll Ladyboy-Lion genannt. (Ich denke da herrscht bei manchen Malaysiern so etwas ähnliches wie eine deutsch-holländische Grenzfreundschaft.)

Vom Rückweg zur Anlegestelle will ich noch schnell einen Eindruck von den englisch gepflegten Grünanlagen vermitteln


Und was diese jungen Leute ans Flussufer getrieben hat, weiß ich nicht, aber sie sangen uns ein kleines Liedchen, klatschten, johlten und freuten sich ... ich mich dadrüber auch :)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Night Safari

Wisst ihr, was ich am 07.08.09 gemacht habe? (Schönes Datum oder?)
Ok, ihr wisst es nicht, könnt es aber auch gar nicht, weil ich es ja noch gar nicht erzählt habe. Ich bin nach Singapur geflogen. Sitzplatz war übrigens der Notausgang, und auf einmal habe ich im für-Europäer-eher-unbequem-Air-Asia-Flieger sogar Beinfreiheit.

Ok, ich musste mir merken, wie man im Notfall den Ausgang aufmacht, aber das war ja dann Gott sei Dank nicht nötig.

Da wir aber hochoffizielle Wahnsinns-Gäste waren, hat man uns direkt ein Orchester zum Empfang geschickt.

Und weil das fast zu englisch ist, kam auch noch die örtliche Trommel- und Volkstanzgruppe vorbei

Na gut, dieses ganze Empfangstäterä galt noch ca 400 anderen anwesenden Einheimischen und Touristen, denn unsere Freitag-Abendaktivität war die Night-Safari des berühmten Singapurer Zoos.

Nach einem kleinen Abendbrot haben wir uns dann also laufend ins nächtliche Getümmel gestürzt und im Dunkel eine Menge interessanter Tiere gesucht und auch entdeckt. Nur die Kamera macht im Dunkeln irgendwie Mätzchen.

Das ist ürigens ein fressendes Nashorn. Futter war das Lockmittel der Wahl - da hatten wir wohl großes Glück, dass er schon so satt aussah:

Wir haben übrigens auch so tolle Sachen wie fliegende Eichörnchen gesehen, und insgesamt war es eine sehr interessante Tour, wenn wir auch am Ende etwas angestrengte Augen hatten.

Zum Abschluß gab es noch eine Aufklärungs-Show.
Show war diese wunderschöne Schlange

Und Aufklärung, daß sogar Tiere recyclen:

Was für ein Vorbild :)

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Mahlzeit

Nach all den Tempeln hatten wir abends natürlich gehörig Hunger, und es war ja unser letzter Abend in Kambodscha. Also hatten unsere TukTuk-Fahrer angeboten zu einem Lokal mit Wasserschlangensuppe zu fahren. Die Jungs waren neugierig, ich eher skeptisch interessiert - aber gucken kann man ja mal. Ihr werdet jetzt keine Schlange sehen, denn die Suppe war schon alle, als wir ankamen. Also haben uns die Fahrer in eine dorftypische Lokalität gefahren - gut und billig und bei Einheimischen durchaus beliebt.

Dort gab es zwei tolle Sachen, aber selber machen spielte beide Male eine große Rolle. Das erste war eine Suppe, bei der nur die Brühe auf Flamme auf dem Tisch platziert wird, daneben ein Teller mit den Rohzutaten für die Einlagen (hinten rechts). Dann wirft man alles rein, worauf man Lust hat und köchelt ca 5-10 Minuten - je nachdem wie durch und zäh man das Fleisch mag.

Es war übrigens wunderbar zart, die Nudeln hätten aber 2 Minuten mehr gebrauchen können ;) Aber beim Nachschlag war das dann in Ordnung, und das einzige was übrig blieb (nach 2mal Nachbestellen) war ein Stück Knorpel.

Für die Nicht-ganz-so-gern-Suppen-Schlürfer gab es kambodschanisches Barbecue - allerdings geht das auch mit Brühe. Die wird in einer Alu-Schüssel am Rand eingefüllt, allerdings ist die Mitte erhoben und unten drunter gibt es natürlich wieder eine Flamme. Dann wird zur besseren Grillgeschmeidgkeit "etwas" Speck zerlassen.
Und dann ist es wie heisser Stein. Man legt drauf, was man essen möchte, und das Kraut und die Nudeln tut man in die Brühe drum rum.

Die Brühe wurde übrigens nachgegossen wenn nötig, und schmeckte mit zunehmender Zeit immer besser, weil ja die ganzen elckeren Säfte darein fließen. Und sogar Ei wurde darin zubereitet. Und nunja, es war super lecker, aber wenn man fertig ist, möchte ich nicht für den Abwasch verantwortlich sein ;)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Angkor Thom und mehr - Tempelhopping III

Welcome Back - Genau das rufen mein Sofa, mein Bett und leider auch die Waschmaschine :) Inzwischen habe ich viel geschlafen und lecker Pizza bestellt und deswegen gibt es jetzt die letzten Ruinen-Fotos aus Kambodscha.

Nach Angkor Wat ging es nach Angkor Thom und erstes näher inspiziertes Ziel war Bayon, ein Tempel aus dem 13ten Jahrhundert mit einer Menge Bodhisattva-Gesichtern

Besonders ist dabei auch die Lotusblüte, die über der Figur steht, während Buddha wohl über der Lotusblüte stehen würde. Zumindest hat das ein chinesischer Führer diort gerade seinen Touristen erklärt :)

Und natürlich gab es auch diesmal viel zu klettern. Als Belohnung findet man aber immer wieder kleine Altare, die immer noch verehrt und gepflegt werden

Leider hinterlassen auch Anhänger anderer Götter ihre Zeichen im ehrwürdigen Gestein

Danach sind wir weiter an Baphuon vorbei, aber dieser Tempelberg wird rekonstruiert und ist deswegen nur teilweise zugänglich und als wir dort waren natürlich gar nicht.
Aber wenn man drumrumgeht, findet man neben Künstlern neben umgestürzten Bäumen einen noch in der Rekonstruktion befindlichen aber schlafenden Buddha im Mauerwerk. (War aufgrund der sehr sonnigen Lichtverhältnisse schwer zu fotografieren, ich hoffe ihr erkennt trotzdem etwas)

Danach sind wir hinten rum zum Phimeanakas

Und natürlich mussten wir auch auf diesen steilen Tempel raufklettern. Sieht lebensgefährlich aus, aber zur Beruhigung: wenn ihr mal am linken Bildrand genau schaut, seht ihr das Geländer einer etwas wegsameren Treppe erkennen, die haben wir dann bevorzugt. (Das gelbe Schild am Fuss der vorderen Treppe bedeutet: Klettern auf eigene Gefahr!)

Auf der Karte erkennt man nördlich des Phimeanakas verschiedene Wasserbecken, also Swimming Pools :) Der der Konkubinen (angeblich über 1000) wird sogar immer noc genutzt, aber eher von den Kindern

Auf dem Weg zurück zum TukTuk und einem dringend nötigen Mittagessen kamen wir dann noch an der Elefantenterasse vorbei.

(noch ein Foto)

Nach dem Mittagessen gings dann weiter zum nächsten Gebiet. Wir sind zum Ta Prohm Tempel gefahren, der sich vor allem dadurch auszeichnet, nicht großartig restauriert zu werden. Die Anlage ist verschüttet und verwildert und vor allem von Würgefeigen durchwachsen.

Leider gibt es jetzt keine Fotos mehr, denn mal wieder habe ich verpasst ganz aufzuladen und dafür hat der Akku ja doch recht lange mitgemacht. Und genügend alte Steine gab es ja auch. Wir waren s langsam lauf und Steinhaufen-müde aber wir sind trotzdem noch zu einem letzten Tempel gefahren - dem Banteay Kdei. Danach fing es an zu regnen, was gut mit unserem Ermattungszustand zusammenpasste, also sind wir zurück ins Hotel und haben uns eine Weile ausgeruht.

Freitag, 9. Oktober 2009

Aktuelle Durchsage

Na gut, ich gebe zu von Aktualität kann nicht wirklich ernsthaft die Rede sein in meinem Blog, interessant sind die Geschichten für Euch hoffentlich trotzdem.

Und obwohl ich vorhatte, in meinem Urlaub ein paar Geschichten aufzuarbeiten, habe ich nur mehr (Tolles, ihr dürft Euch freuen) angesammelt und nichts abgebaut. Aber egal, das kann ich ja alles ab morgen in Deutschland nachholen :)

Womit wir bei der aktuellen Durchsage sind: Heute 20:30 Uhr malaysische Zeit geht mein Flieger nach Singapur, was bedeutet, dass ich nur noch ganze 3.5h in Malaysia bin und dann ist es vorbei. Morgen gegen 11 deutsche Zeit bin ich zu Hause in Deutschland und dann ist alles wie vorher, nur ich habe ein paar Erfahrungen und eine Menge Erinnerungen mehr.
Es war eine sehr schöne Zeit und ich bin heute irgendwie etwas komisch drauf, so wehmütig halt ...

Also denn, wünscht uns eine gute Reise :)
Ihr hört von mir, wenn ich wieder ganz Da (mit großem D wie Deutschland) und "entjetlagt" bin.