Frühmorgens Punkt 7 Uhr waren wir an der
Ablegestelle, denn 07:30 startet das Boot, und wegen High Season und auch sonstigen Äusserungen erwarteten wir großen Andrang und hatten Angst um unsere Sitzplätze - völlig unbegründet, wie sich herausstellte. Von den ca 70 Sitzplätzen waren ca 20 besetzt, was so ziemlich jedem müden Geist eine Bank zum Schlafen bot. Wenn man im Boot saß, war die Aussicht zwar da, aber nicht gerade Foto-freundlich (es sei denn man mag Sepia):

Aber man konnte durch die ständig geöffnete Tür auf das vordere Deck des Bootes und sich dort den Wind um die Nase wehen lassen und die Aussicht genießen.

Und was wir dann zu sehen bekommen haben, war doch recht vielfältig und teilweise gegensätzlich. Einerseits der dicht besiedelte Stadt- (oder sagt man hier Flußrand)

Und dann wiederum kurze Zeit später kleine Dörfer

Ich habe ziemlich viele Fotos geschossen auf der Fahrt, es war schwierig nur ein paar für den Blog rauszusuchen. Hier sind zum Beispiel noch Zeugen von Religion: einserseits (eher unerwartet) eine
Moschee und dann nicht weit davon weg (wie erwartet) ein buddhistischer Tempel
Tempel.
Der Fluß, den wir hochgefahren sind, war, wie bereits erwähnt, der
Tonle Sap und auch dieses Boot kämpfte sich noch tapfer voran:

Ist mir egal, ob ihrs glaubt oder nicht, es hat sich bewegt und ist noch gefahren. Über die Ladung weiß ich leider nichts, aber sie war sicher sehr schwer :D
Die Landschaft habe ich als sehr vielseitig empfunden. Einmal schöne Berge weit entfernt

Dann wiederum kleine bewohnte Inseln ganz idyllisch mit Kühen

Das einzige was zwar nicht gleich blieb, aber immer da war, waren die
WolkenLeider mündet der Fluß nach ca 3h in den
Tonle Sap See und die schöne Landschaft verwandelte sich in einen dünnen Streifen irgendwo am Horizont.

Ich habe mir dann noch eine Weile den immer stärker werdenden Wind um die Nase wehen lassen und bin dann auch zu einem Mittagsschläfchen ins Boot zurückgekrochen.
Und als ich dann wegen ungewohnten Trubels aufwachte, musste ich fix meine Siebensachen zusammen suchen, denn wir waren schon an der
Anlegestelle. Drei der vielen TukTuks waren übrigens bereits von Phnom Penh für uns reserviert.
Und noch eine kleine Festellung: Wenn ihr mal die Fotos oben genau betrachtet - es gab keine Minute Sonnenschein, aber die Zeit die ich auf dem Deck verbracht habe (mit langem T-Shirt wegen dem Wind), haben Hals und Gesicht rot und den Gesichtsausdruck entsprechend deppert werden
lassen :)PS: Ihr könnt mich jetzt für total verrückt halten, aber Bluegrass & Gospel passte total gut zu meiner Stimmung auf der Fahrt - entspannend, meditativ und Wem-oder-was-auch-immer schrecklich dankbar für soviel Schönheit!
Wer errät, welches Album ich ziemlich genau 4mal hintereinander gehört habe, kriegt ein Lolli :)