Samstag, 24. April 2010

Last Day

Montag, der 14. September 09 war unser letzter Tag in Hongkong. Nach auschecken, Frühstücken und Gepäck verstauen (was gar nicht so einfach war - Habt ihr eine Vorstellung davon wie groß und unübersichtlich so eine Metrostation sein kann?) haben wir uns zum letzten Tag Sight-Seeing aufgemacht.

Zuerst gings zum 2 IFC von Hongkong wo man als Besucher unter strengen Sicherheitsauflagen zu einer Ausstellung über den Hongkong-Dollar darf. Das klingt jetzt nicht megaspannend, ABER diese Ausstellung ist auf der 55sten Etage, und man kann direkt rüber zum Peak gucken:

oder nach unten auf die Straße:

Danach haben wir uns per Metro aufgemacht zu einem weiteren Highlight. Allerdings liegt es recht weit außerhalb auf der Insel Lantau (westlich von HongkongIsland). Also gings mit der MTR unterirdisch auf die Insel und dann wollten wir per Gondelbahn weiter, leider war die geschlossen (ich glaube wegen Renovierung), also nahmen wir den Bus. Es war 'ne recht lange Fahrt durch viel Landschaft und Regen.

Und dann waren wir endlich da: am Big Buddha, oder auch Tian Tan Buddha. Soll heissen, wir waren fast da, denn wir mussten noch ziemlich viele Stufen hoch:

Um genau zu sein sind es 268 - nicht dass ich sie gezählt hätte, Wikipedia weiß einfach alles :) Und oben angekommen ist Big Buddha immer noch riesig ;)

Diese Bild ist fast das letzte, das ich in HongKong gemacht habe. Die Stimmung dort oben war nämlich schon recht eigenartig und gegen 2 nachmittags fingen die dort an alle möglichen Souvenirstände zu schließen, was nach einiger Zeit rumrätseln und Nachfragen daran lag, dass ein Orkan aufzog. Ein Regen und starker Wind kündigte das Spektakel schon an, dummerweise mussten wir die 268 Stufen ja wieder runter. Dafür machten sich Mülltüten ganz gut, Wir sind trotzdem total durchnässt am Bus angekommen. Aus dem geplanten Shoppingtrip wurde leider auch nix mehr - die Läden mussten ja schliessen, damit die Angestellten vor dem Orkan nach Hause kamen.
Also gings für uns Richtung Flughafen und als wir schon Angst hatten, dass der Flug ausfällt, war das absolut unbegründet - Wir starteten im besten Wind und während es rüttelte und schüttelte. Eine der spannendste Flüge meines Lebens ... Ich weiß jetzt, dass ich mit 3 Stunden Rütteln und Schütteln besser klar komme als mit Luftlöchern :) (Und das Air Asia zu wenig Kotztüten an Bord hat, und ich stolz war, keine davon gebraucht zu haben)

Samstag, 17. April 2010

The Peak

Lohnenswert in Hongkong ist eine Fahrt mit dem Bus zum Peak (mehr in englisch) und deswegen haben wir das natürlich auch gemacht.
Oben angekommen sieht man den Peak-Tower

Und noch etwas weiter oben ist die Spitze.

Da gibt es auch Wanderwege hin, aber das Wetter sah doch eher bedrohlich regnerisch aus, und der Wanderweg hätte 45 min gedauert, das Spiel war uns etwas zu riskant.
Dementsprechend war auch die Aussichg ein wenig getrübt.

Wir haben dann erst mal etwas gegessen und dann wars auch schon dunkel (und immer noch sehr regnerisch)

Runtergefahren sind wir mit der Peak Tram (wieder viel mehr auf englisch)

und mussten uns dann von Dachvorsprung zu Dachvorsprung hechten, denn es regnete aus allen Öffnungen, die der Himmel so übrig hatten. Als wir dann halbwegs zentral ankamen beruhigte sich das Wetter etwas, es war 8 und wir konnten die Lasershow oder zumindest Teile davon von Hongkong-Island aus sehen.

Danach sind wir zum Pier
Denn eine Fahrt mit der Fähre ist Pflicht in Hongkong.

Danach sind wir noch eine Weile durch Kowloon gewandert auf der Suche nach einem Sushi-Laden. Wir haben mal wieder eine Menge nette Sachen gesehen, zum Beispiel dieses Hotel, aber ein Sushi-Laden wollte sich einfach nicht auftun.
Kurz vor der Verzweiflung in der hintersten Gasse haben wir doch noch einen gefunden. Der war so exclusiv, dass wir den Eingang ewig nicht gefunden haben. Um ehrlich zu sein, haben die Preise uns auch fast die Tränen in die Augengetrieben: ich habe für 30 €uro 5 super leckere Stückchen Sushi und eine Miso-Suppe gegessen. Aber es war echt lecker und es wurde auch nichts verschwendet: Garnelenköpfe schmecken kross frittiert wirklich interessant!

Sonntag, 11. April 2010

Stadtbummel

Der zweite Tag (ein schöner Sonntag Ende September) begann mit einem Frühstück aus einer deutschen Bäckerei:

Anscheinend sind die deutschen Lokalitäten Pflicht in den großen Städten der Welt, aber dass man auch jedesmal drüber stolpert ohne danach zu suchen ist schon komisch. Immerhin war das im eher westlichen Teil Hongkong Islands, der eher für getrockneten Fisch berühmt ist.

Danach sind wir in die zentraleren Gebiete, also ins Stadtzentrum gebummelt.

Wir durchstöberten Gassen

und bestaunten Schaufenster

Und wir wunderten uns. Über die Massen an Frauen, die überall (auch mitten auf der Straße) rumsaßen:

Hauptsache ist natürlich dabei, man sitzt nicht in der Sonne. Da wird sogar jeder kleinste Schatten vom Baum genutzt. Das Ganze war eine großangelegte Demo der phillipinischen Migrant(inn?)en in Hongkong (Beweis).

Wir fanden schöne "Hinterhof"-Parks

und brauchten die Tauben nicht füttern

Und Gott sei Dank hatten wir vorerst kein bestimmtes Ziel, der Wegweiser hätte uns wahrscheinlich nicht viel geholfen:

Samstag, 10. April 2010

Hongkong bei Nacht

Da in Hongkong auch recht viel dunkel ist, wird natürlich recht viel beleuchtet. Der Ruf der pulsierenden Werberklame rennt ihr ja eh voraus.
Und was soll ich sagen, auch wegen uns wurde nicht an Strom gespart:

So sieht eine normale Straße in Hongkong aus, wenn's am Himmel dunkel wird. Aber wenn man genau hin guckt, lohnt es sich manchmal. Immerhin weiß ich jetzt, wie Sonnenblume in chinesischer Leuchtschrift aussieht :)

Und damit man nicht aus Versehen in den Brunnen fällt, wird der auch nachts beleuchtet. Ok, so nebenbei sieht das auch noch ziemlich cool aus, und da er vor dem Peninsula sprudelt, ist man auch ausreichend beeindruckt.

Ich sollte erwähnen, dass wir nach den ganzen vielen Buddhas in Kowloon unterwegs waren, das lag so halb aufm Heimweg und hat abends eine tolle Attraktion zu bieten. Man steht auf der einen Seite des Wasser (um genau zu sein an der Avenue of the Stars, aber außer der Film-Statue ist mir das völlig entgangen) und kann dann wunderschön nach Hongkong Island rübergucken. Des Nachts wird daraus sogar ein RIESENspektakel, denn neben wirkungsvoll inszinierter Musik werden durch laser- und lichtechnische Elemente die Hochhäuser auf Hongkong Island zum tanzen gebracht.

Dummerweise läßt sich das echt schlecht fotografieren. Ich hoffe, man ahnt ein wenig davon

Auf jeden Fall stößt es auf großes Interesse denn das ganze Ufer lang stehen ziemlich viele Leute, und auch der Touristenfotograf versucht ein paar solche zum Geld ausgeben zu animieren.

Ein bißchen Sight-Seeing haben wir uns noch gegeben. Diese Skulptur steht zum Beispiel im Sculpture Walk vom Kowloon Park

Danach haben wir übrigens das getan, was man besonders gut in New Kowloon kann: Shoppen. Mit nur 1,60m Größe und 20 Kilo weniger hätte ich bestimmt auch viel mehr Spaß dran gehabt ;)

Mittwoch, 7. April 2010

10000 Buddhas

Nach dem sanften Einstieg haben wir uns dem Touri-Programm hingegeben.
Man kann in Hongkong super MTR fahren, aber das kennt man ja von vielen Großstädten.

Erstes Ziel führte uns vorbei an diesem Platz: Alte Häuser, ein bisschen markt und dahinter blinkerte es im Sonnenschein


Und irgendwo zwischen dem Glitzern durch, vorbei an einem Parkhaus und unscheinbar hinter einem Haus kam man nach einer kleinen Schlippe zu dieser langen Treppe die zum Tempel der 10000 Buddhas führte.

Ich habe ca. 237 Fotos von den verschiedenen Statuen gemacht, aber die erspare ich Euch, hier seht ihr nur einen von den angeblich 10000:

Da sehen tatsächlich alle recht unterschiedlich aus, mal dick, mal dünn, mal lustig, mal grimmig ... einfach spannend :)

Oben kommt man zu einem Tempel mit einem Vorplatz, noch größeren Buddhas und dieser schönen Pagode:

An der Tempelwand sieht man übrigens, wie sie es vielleicht auf 10000 geschafft haben - gilt das als Mogeln?

Insgesamt ist es ein schönes und ruhiges Gelände, mit viel zu begucken und bestaunen, und der Tempel liegt ja nett auf einem Berg, weswegen sich auch die Aussicht lohnt (falls der Smog sie nicht verdeckt)

Und wenn man schon glaubt, es gäb nichts mehr zu sehen, und die Statuen etwas weniger golden werden, kommt man an dieser schlafenden Schönheit vorbei

Und dahinter wirds nochmal richtig hübsch. Ganz in weiß, super schön, wasserspendend und so elegant

Und schaut mal - der Drache hat eine rote Perle im Maul!

Montag, 5. April 2010

Welcome to Hongkong

1 Jahr und 5 Tage ist es her, dass es für mich nach Malaysia ging. Und inzwischen ist es auch fast 6 Monate her, dass ich wieder zu Hause bin. Und immer noch nicht fertig mit den Reiseberichten.
Aber heute fange ich ganz ehrlich mit Hongkong an:

Nach einigen Anläufen hatten wir's wirklich geschafft. An einem Samstag morgen ging es gegen 5 zum Flughafen, denn gegen 7 ging der Flug. Nach der Party, die am Abend vorher geschmissen wurde, war das durchaus eine anspruchsvolle Zeit, aber letztendlich saß der Dreier-Mädels-Club pünktlich im Flieger und fieberten der Landung entgegen.
3 Stunden dauert der Flug und gegen 10 waren wir da. Und beim Bier entleeren wurden wir auch gleich mit den Hongkonger Regulationsmechanismen und dem Schilderwahn bekannt gemacht:

Nebenbei: das sind ungefähr 500€ Strafe für Rauchen auf'm Klo ... ob das an deutschen Schulen ziehen würde?
Wir sind dann erstmal in unser Hotel gefahren: Kleines Zimmer mit Aufbettung klingt irgendwie noch recht höflich für unser Mini-Zimmerchen. Aber wir hatten ja eh nicht vor, besonders viel Zeit darin zu verbringen. Da ungefähr Mittagszeit war, machten wir uns auf, um in der Gegend etwas zu essen zu finden. So richtig einfach war das nicht. Wir zogen durch Häuserschluchten,

vorbei an ungefähr 1000 Läden mit getrocknetem Fisch und wir bestaunten die zweistöckige Straßenbahn.

Wir fanden einen winzigen Park mit netten Skulpturen

und dann schlussendlich tatsächlich noch so etwas wie ein Fast-Food Restaurant. Mit Englisch war es in Hongkong doch etwas schwieriger, aber wir bekamen etwas Essbares und waren bereit für den Rest des Tages. Dazu aber später mehr :)