Mittwoch, 23. September 2009

Tempel-Hopping II - Angkor Wat

Leute, ich hab grad die Bilder von Angkor Wat vorbereitet, und was soll ich sagen - es ist nur der erste von 4 Tempeln, die wir an diesem Sonntag besucht haben, und ich habe schon 20 Fotos für Euch. Das beweist entweder, dass es super beeindruckend war, oder ich mich einfach nicht zwischen den ganzen Trümmerbildern entscheiden kann :)
Da ich nicht alle in diesen Eintrag packen kann, sind einige nur verlinkt, Ihr könnt Euch aber auch alle zusammen unter dem Tag AngkorWat auf Flickr angucken.

Wie immer bei großen Ausflugszielen fängt der Besuch am Eingang an.

Ihr seht die Brücke durch den großen Graben und schemenhaft dahinter die Türmchen von Angkor Wat. Und ihr seht, dass uns das Wetter ziemlich hold war - strahlend blauer Himmel, kleine Schäfchen Wolken und gefühlte 35° im Schatten.
Wenn man dann die Brücke fast geschafft hat, kann man die äußeren Mauern näher betrachten und eine kleine Fischerhütte sieht man auch.

Die Gemäuer an sich sind angenehm kühl mit einem kräftigen Wind, und im Innehof gibt es viel Rasen und weitere alte Gemäuer.

Außerdem kann man die Türmchen näher betrachten mitsamt Rekonstruktionsgerüst.
Ansonsten sieht man Löcher in der Decke oder fein säuberlich aufgereihte Steine, die noch verbaut werden müssen.
Wenn man aus einem kleinen Nebengebäude rauskommt und an den Palmen vorbeilugt, sieht man für gewöhnlich ein weiteres Tempelgebäude.
Beeindruckend fand ich auch, wie rekonstruierte Gemäuer auch als solche erkennbar waren

Ansonsten gab es viele interessante Muster und Figuren und Sanskrittafeln (ohne die Figur im unteren Teil hätte ich nicht mehr gewußt, wierum das Bild gehört) zu entdecken und bestaunen.

Ein weiteres Gebäude im Innenhof zeigt mal wieder toll, wie steil und großzügig damals alles war.

Die Stufen sind wahnisnnig schmal aber hoch, und auch die Durchgänge und Türöffnungen waren sehr hoch angelegt für die Durchschnittsgröße eines heutigen Kambodschaners.

Und um nochmal an die Apsana-Tänze zu erinnern: Die Mädels haben schon sehr zeitig in den Tempeln von Angkor getanzt, nur damals mit unbedeckter Brust ;)

Zur rechten Seite von Angkor Wat ist sogar noch ein bewohntes/belebtes Tempelgebiet, daß sehr schön altes mit neuem verbindet.

Anscheinend dient es als Ausbildungsstätte, und die Stunde war gerade vobrei, denn die Jungs strömten alle in ihre Quartiere.

Oben im Aufenthaltsraum spielte eine kleine Combo umlagert von ihren noch kleineren Fans, und es gab hauptsächlich ganz alte und ganz junge Leute

Ansonsten gab es auf dem Gelände schöne Häuser mit Wandgemälden, aber irgendwie haben wir uns nicht getraut, in dem Gebiet zu aufdringlich rumzuschnüffeln, deswegen gibts nur Fotos aus der Ferne.
Ganz zum Schluß aber noch ein Beweis, für das ganz moderne Angkor Wat:

Solarzellen vorm Klohäuschen :)

Dienstag, 22. September 2009

Buffet mit Bühne

Viele liebe Grüße aus dem Urlaub, so fängt eigentlich fast jede Urlaubskarte an, oder? - Toll, dass es das Internet fast überall gibt, so spart man sich die Briefmarken. Leider geht das Wlan hier nicht vom Zimmer aus, deswegen sitze ich gerade im Schatten am Pool neben dem Spa mit esoterischen Klängen und Aussicht auf Penang, den Geräuschen des Regenwalds und (ja, ok es gibt auch negatives) der Fähre, ein paar Flugzeugen und lästigen Mücken.

Jetzt erzähle ich aber erstmal noch von Kambodscha zu Ende: Nach dem Sonnenuntergang am Samstag wurden wir gegen 7 Uhr von unserem Reiseführern bzw. TukTukfahrern bei einer großen Halle abgesetzt, in der es ein tolles Buffet gibt und traditionelle kambodschnische Tänze. Punkt 20:30 würde man uns hier wieder abholen.
Ich glaube das Restaurant hieß Koulen, zumindest steht es so an der Bühne :) Die Tische waren alle so aufgestellt, dass fast jeder einen guten Blick auf die Bühne hatte.

Da neben Hintergrundmusik noch nicht viel passierte, haben wir uns erstmal die Bäuche vollgeschlagen und lecker gegessen und getrunken. Es wurde immer später, aber auf der Bühne passierte immer noch nicht viel - wirklich gut durchdacht, denn wir waren inzwischen beim Dessert und würden so die Tanzdarbietungen nicht ständig mit Essenholen unterbrechen.

Los ging es dann tatsächliche (erst) gegen 19:45 mit einem Kokosnussschalen-Tanz.

Danach folgte ein traditioneller Tanz, auch Apsara genannt. Dabei tanzen nur schicke Mädels in schicken Kostümen und verbiegen einfach so ihre Hände wie ich es mit einem Widerstand nicht hinbekommen würde.

Dann zur Abwechslung wieder ein Fischertanz mit Männern,

in dem eine Liebesgeschichte erzählt wurde.

Und zum Abschluß wieder ein Apsara. Diese Mandelaugen sind auch einfach bezaubernd, oder?

Und die Verrenkungen auch ... ich glaube, so Balance zu halten, werde ich jetzt gleich mal im Kinderbecken vom Pool probieren :)

Das ganze Getanze ;) war übrigens ca 20:15 zu Ende, dann standen die Mädels noch bereit zum Foto-Shooting und die Kellner kamen fix, um die Rechnung abzukassieren. Kein Scherz: Punkt 20:30 war der gesamte Saal leergefegt.
Ich habe mich dann übrigens ins Hotel fahren lassen. Die anderen sind noch auf einen Nachtmarkt ("Der schönste, den SuS bisher gesehen hat"), aber ich bin da bisher nie großer Fan von gewesen und ausserdem war ich müde und der Sonnenbrand von der Bootsfahrt am morgen tat auch weh. Und am nächsten Tag sollte es ja weiter gehen.

Freitag, 18. September 2009

Letzter Arbeitstag

Unglaublich aber wahr - es ist Freitag, ich hab frei und gestern war mein letzter Arbeitstag in Malaysia.

Es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vorbeiging, und ich bin gar nicht so richtig bereit loszulassen.
Ja, wir haben viel geschafft und gemacht und meine "Jungs" haben inzwischen die meisten Sachen gut aufgenommen/verstanden/umsetzen gelernt.
Und ich habe (mühsam) gelernt, daß die Arbeits- und Herangehenweise hier doch etwas anders ist, als in Deutschland, aber am Ende das gleiche Ergebnis rauskommt.
Trotzdem gibt es immer noch viel zu tun, und irgendwie habe ich Angst, nicht genügend KnowHow transferiert zu haben. Bei Problemen, die außerhalb des täglichen Geschäfts liegen, wirds vielleicht doch etwas brenzlig. Aber für diesen Fall gibt es in der vernetzten Welt von heute ja Telefone und E-Mail :)
Und irgendwie hoffe und glaube ich, bald wieder nach Malaysia zu dürfen.

Privat ist das Abenteuer Malaysia noch nicht zu Ende. Gestern habe ich einen Mann am Flughafen aufgegabelt, der bereit ist, mit mir die nächsten 3 Wochen ganz "relakslah" die Ecken in Malaysia zu erkunden, die ich noch nicht besucht habe.

Für Euch ist auch noch nicht Schluß. Abgesehen von dem, was in den nächsten Wochen noch dazukommt, habe ich immer noch einige Trips und Geschichten im Foto&Erinnerungs-Ordner, von denen ich Euch weiter berichten werde. Also: Stay tuned