Sonntag, 10. Mai 2009

Gajah

Als ich in Alor Gajah war, wusste ich gar nicht, dass Gajah der Elefant ist. Jetzt weiss ich es, und was ein Honigkuchengrinsen ist, weiss ich jetzt auch.

Wir hatten gestern einen Großgruppen-Ausflug. Früh 07:30 hat uns ein Bus abgeholt und ist mit uns nach Kuala Gandah gefahren. Das liegt in einem Nationalpark und ist eine Aufzugsstation für verwaiste Elefanten. Wobei man von diesem Unternehmen nicht sehr viel vermittelt bekommen hat. Hauptsächlich wirkte es wie eine große Touristenattraktion.

Als erstes haben wir eine kleine Dschungeltour gemacht. Die war so ... nahja. Mir lief der Schweiß in Strömen, es war heiss und schwül und ständig hatte man Angst, dass einem etwas die Beine hochkrabbelt. Der Dschungel war jetzt nicht irgendwie super aussergewöhnlich. Es war ein bisschen Dickichtwandern an einem extrem heissen Sommertag mit großen Bäumen und ohne besondere Tiere (fast). Denn dann so fast am Ende der Tour sah man auf einmal weit weg einen Elefant rumstehen.

Später stellt sich raus, dass die Elo-Dame dort an einer langen Kette angekettet war, und wir haben dann noch drei andere Exemplare unterschiedlichen Alters gefunden. Die hatten gerade frei und standen dann so im Dschungel rum. Übrigens mit dem üblichen Kopfschaukeln (weben genannt) leider :(
Da haben wir übrigens noch sehr respektvoll Abstand vom mindestens 2m gehalten.

Den Aktivitäten danach konnte/wollte ich mich trotzdem nicht entziehen. Wir haben zuerst einen Dokfilm über eine Rettungsaktion gesehen. Da wurden aus einem an einer Plantage angrenzenden Dschungelstück 2 Elefanten gefangen und in diesen Nationalpark geschafft, damit die Elos die Plantage nicht kaputtmachen, oder die Plantagenbeseitzer nicht die Elos. Einerseits gut, dass sie die Elefanten retten wollen, andererseits besonders scheiße, dass der natürliche Lebensraum der Tiere immer mehr eingeschränkt wird.

Danach durfte man mit den anderen Touris 5 Elefanten (2-12Jahre) füttern. Dafür wurden massig Papayas und Bananen bereitsgestellt.

Der Rüssel ist übrigens kraftvoll, weich und warm. In Mund reinstecken wäre auch gegangen, habe ich mir aber nicht getraut, auch weil der Rüssel immer viel schneller da war.

Danach gab es Schlange stehen zum Reiten. In kleinen Gruppen durfte man dann auf einem Elefanten-Rücken balancieren. Das ist gar nicht so einfach. Man sitzt eigentlich nur auf der Wirbelsäule und hat dabei das Gefühl auf einem abgerundeten Schwebebalken zu sitzen, der sich wogend bewegt. Man muss schon ganz schön ausgleichen, was aber durch die angewinkelte Beinhaltung recht gut geht.

Danach haben wir aufs Baden gewartet, in der Zeit konnte man mit den 3 Baby-Elefanten Fotos machen, sie füttern und knuddeln. Da ist das Honigkuchen-Bild entstanden.
Baden hieß übrigens, dass man auf den Elefanten aufstieg, der watete dann in die Mitte das Flusses und ließ sich seitlich fallen

Das hat riesig Spass gemacht, und währendessen waren auch die Baby-Elefanten im Fluss. Die konnte man dann abspritzen oder mit dem Sand aus dem Fluss abreiben und abspritzen. Oder einfach nur danebensitzen und anfassen :)

Nahja und dann war es auch schon vorbei und die Elefanten wurden wieder weggebracht. Für die Elefanten war es ca 1,5h mit den vielen Menschen zusammen.

Grundsätzlich fand ich, dass dort ganz schön viele Leute und Trouble war. Ich glaube es gibt jeden Tag 120 Karten. Ich habe keine Ahnung, ob sich Elefanten an so etwas gewöhnen oder entspannt damit umgehen, und es hat sich ja auch auf mehrere Tiere verteilt. Mir erschien es trotzdem etwas viel, und ja ich weiß, ich war auch eine der 120.
Das Prinzip "jeder nur einmal" wurde übrigens penibel genau eingehalten.
Der Umgang zwischen Pfleger und den Elefanten wirkte recht harmonisch und vertrauensvoll. Vor allem mit den Elo-Babys. Für jeden Elefant gab es 2 "Aufsichtspersonen". Die Pfleger hatten so kleine Eisenhaken, mit denen sie gelegentlich die Richtung korrigiert haben und das sah für mich etwas hart aus, ist aber anscheinend wirksam. Tiere, die Pause hatten, standen im Schatten und wurden mit Bambus gefüttert. Von weiter hinten hat man übrigens andere Elefanten trompeten gehört. Ich hätte auch gerne mehr von den Unterkünften gesehen und mehr Infos über die Arbeit dort erhalten, zum Beispiel wie & wie lange die Tiere dort gehalten werden, ob es Auswilderungsprogramme für die Waisen gibt etc ...
Und auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob und wie gut dieses ganze Touri-Theater für die Tiere ist, so habe ich es für mich doch sehr genossen, den Elefanten so nah sein zu dürfen.

4 Kommentare:

Andrea62 hat gesagt…

...bei den bildern werde ich ein ganz klein wenig neidisch!! okay! richtig neidisch! das ist sicher ein richtig tolles erlebnis. und ich freue mich, dass du so schöne erlebnisse hast.
sei ganz lieb gegrüßt!
andrea

dasbollwerk hat gesagt…

hach, das ist ja toll... ich weiß nicht, ob ich das selber *machen* wollen würde, aber es gefällt mir sehr, die bilder anzuschauen und mir das vorzustellen :)

ganz liebe grüße
von klemens

Uta hat gesagt…

hach, da geht einem ja glatt das herz auf - dich so zufrieden und gut gelaunt zu sehen :)
hab weiterhin viel spaß und sei gegrüßt von uta

Anonym hat gesagt…

seufz ---schönes Erlebnis mit den Elo's ....bringste mir einen mit ?
ganz lieb frag :)
LG Mutti